A helping hand from above | Tallulah & Niwan

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Niwan
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A helping hand from above | Tallulah & Niwan

von Niwan am 20.08.2024 08:17

Schwerfällig ging Niwan die dreckigen Gassen entlang. Mit einer blutverschmierten Hand stützte er sich an den staubigen Wänden ab. Mühselig tat er einen Schritt nach den anderen. Er musste es zu seiner Unterkunft schaffen. Es war auch gar nicht mehr so weit, bis dorthin, doch jeder Schritt, der dafür nötig war, war einer zu viel. Der kurze Weg kam ihm vor, als müsste er einen Marathon laufen... Immer weiter sackte er beim Gehen, oder wohl eher schleichen, zusammen. Er näherte sich immer weiter mit dem Oberkörper dem Boden, während er mit seiner freien Hand, sein einst weißes Tuch auf eine Wunde an seinem seitlichen Bauch drückte. Schwerfällig, ob er seinen Blick an, sah nach oben, um zu sehen, wie weit es noch war. Doch noch immer war er zu weit weg, als dass er seine Unterkunft entdecken konnte. Er zwang sich einen Schritt nachdem anderen zumachen, wobei es mittlerweile Minuten dauerte, nur um wenige Meter voran zu kommen.

Irgendwann konnte Niwan sich nicht mehr aufrecht halten, stolperte er über seine eigenen Füße, wodurch er zu Boden fiel. Scharf zog er die Luft an vor Schmerzen. Sein letzter Raubzug war alles andere als erfolgreich. Er hatte ein paar Typen nur ihre Taler klauen wollen, aber er war zu voreilig gewesen, hatte nicht gesehen, wie stark die Männer wirklich bewaffnet waren und dass sie ihn frühzeitig bemerkt hatten. So kam es wie es kommen musste, anstatt sich ein paar Taler musste Niwan etliche Schläge und Tritte von dieser Truppe einstecken. Zu allem Überfluss hatte einer noch seine Knarre gezogen, was für Niwans Glück nur in einem Streifschuss am Bein endete. Keine tödliche Verletzung, aber verdammt schmerzhaft.

Nachdem er zu Boden gefallen, blieb er für einige Momente regungslos liegen. Er wollte sich einfach nicht mehr bewegen, denn eine jede Bewegung war mit starkem Schmerz verbunden. Ihm war es dabei egal, dass er mit seinem Gesicht mitten im Dreck lag, die blonden Haare mittlerweile voller Staub waren. Doch er wusste, dass er so nicht liegen bleiben konnte. So stemmte er sich langsam, qualvoll langsam seinen Oberkörper hoch. Erst als er es geschafft hatte sich aufzusetzen, sich mit dem Oberkörper gegen die Wand zu lehnen, blieb er erschöpft, mit vor Schmerz verzogenem Gesicht und schwer atmend sitzen, bewegte sich keinen Millimeter. Nur sein Brustkorb hob und sank langsam.

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Re: A helping hand from above | Tallulah & Niwan

von Tallulah am 20.08.2024 11:01

Der Tag war bisher ruhig bis erfreulich gewesen. Entweder es war halt nichts passiert oder nur angenehme Sachen. Was auch nicht zwingend der Fall sein musste, wenn sie sich in den Untergrund begab. Zwar hatte sie hier erledigen können, was sie wollte, jedoch war sie sich der immer währenden Gefahr dieses Ortes bewusst. Nicht dass man sie hätte fangen können, denn im Laufen machte ihr keiner was vor. Jedoch musste sie dafür natürlich erst einmal die Chance bekommen. Also hieß es bis dahin unauffällig bleiben. Und in ihrer Verkleidung erkannte sie sowieso niemand. Schon gar nicht, da niemand hier, ihre Identität sicher kannte. Ihren Namen sicher, das war der Hacken, wenn man zu einer der einflussreichsten Familien der Stadt gehörte und vieleicht hatte der eine oder andere auch eine grobe Beschreibung ihres Äußeren gehört. Jedoch ließ sich dieses schwer mit dem Umhangverhüllten Mädchen in Einklang bringen, das einem vieleicht gegenüber stand. Trotzdem ließ Talli höchste Aufmerksamkeit walten, wenn sie hier herum ging. Und genau dank dieser bemerkte sie auch die Blutstreifen an den Hauswänden. Da hier vermutlich ein tagtäglicher Anblick, kümmerte sich von den umherstehenden und gehenden Menschen niemand groß darum. Vieleicht würde es später jemand sauber machen, Vieleicht nicht. Auch das schien der Bevölkerung hier wenig wichtig. Da es für das Mädchen aus der Oberschicht allerdings ein unbekannter Anblick war folgte sie der Spur, die sich einige Häuser weit zog und schließlich einem Körper, der sich an die hanswand anlehnend kaum zu Bewegen schien, endete. In sicherer Entfernung, in der niemand im Vorbeigehen hätte sagen können, ob sie dem bereits Gewahr geworden war oder nicht, um nicht mit irgendetwas in Verbindung gebracht zu werden, beobachtete sie die Situation. Ob sich, vermutlich ein Mann, noch bewegte vermochte sie mit diesem Abstand nicht zu sagen. Auch das schien allerdings die anderen Leute hier nicht zu stören. Niemand nahm Notiz. Und viel wichtiger, niemand schien es mehr auf ihn abgesehen zu haben. Zumindest musste Talli anhand der Blutspur schließen, dass er schwer verletzt war und sich diese Wunden vermutlich nicht selbst zugefügt hatte. Vorsicht war also geboten, falls die Angreifer noch in der Nähe waren. Als nach einigen Minuten immer noch nichts passiert war, wagte sich Talli näher heran. und war schließlich so nah, dass sie die leichten Atembewegungen seines Oberkörpers bemerken konnte. Er lebte also tatsächlich noch. Mit einem Seufzer gab sie sich einen Ruck und eilte unaufälig an seine Seite. Vermutlich würde man sie für einen Grabräuber halten, aber wenn es niemanden störte, was solls. Tallulah hockte sich neben dem jungen Mann. "Du bist verletzt." Stellte sie vollkommen neutral und mit sachlich kühler Stimme fest. Fragen war nicht notwendig, es war offensichtlich.

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Niwan
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Re: A helping hand from above | Tallulah & Niwan

von Niwan am 20.08.2024 16:09

Niwan bekam kaum noch mit, was um ihn herum geschah. Er versuchte sich vollends auf seine Atmung zu konzentrieren. Er hatte mal gehört, dass man Schmerz wegatmen konnte und der Schmerz würde bestimmt allgemein schwächer werden, wenn man sich auf was anderes konzentrierte. Nicht, dass er wirklich glaubte, dass diese Dinge funktionieren würden, doch was für eine Wahl hatte er als es dennoch auszuprobieren? Er saß mitten im Dreck, in einer schäbigen und gefährlichen Gegend, unfähig, sich wirklich weg zu bewegen. Er schloß die Augen und dachte nur noch über seine Atmung und seinen Herzschlag noch. Doch wirklich besser ging es ihm dadurch nicht, ein jeder Atemzug schmerzte... Kein Wunder, er hatte auch eine Schläge gegen den Brustkorb abbekommen, er konnte froh sein, wenn keine Rippe geprellt war... Am liebsten hätte er geflucht, sich über den Schmerz aufgeregt, aber selbst dafür hatte er nicht mehr die Kraft. 

Als er plötzlich eine Stimme in unmittelbarer Nähe hörte, riss er sofort seine Augen auf. Anfangs erkannte er nur verschwommen die Umrisse von Tallulah, brauchte er einige Momente des Blinzelns bis er dazu in der Lage war, die Gestalt anständig zu erkennen. Erst als er realisierte, dass ein Mensch vor ihm stand, wurde ihm wieder klar, in was für einer Gefahr er sich befand. Mit der einen Hand noch immer den Bauch haltend, versucht er sich mit der anderen Hand am Boden genügend Stabilität zu geben, um aufstehen zu können. Doch allein der Versuch, sich mit dem Gewicht auf den Arm zu stützen, sorgte dafür, dass eine erneute Welle des Schmerzes durch den Körper von Niwan zog, was ihn stark zusammenzucken ließ. Auch kniff er kurz vor Schmerz die Augen zusammen. Nun besser wissend, dass er hier alleine ganz sicher nicht weg kam, eine Flucht ausgeschlossen war, er sich dem hingeben musste, was die Person vor ihm vorhatte, ging er auf das Gesagte ein.  "Ach was...", gab er patzig von sich. "Das hast du Sherlock wirklich gut kombiniert."Erst jetzt musterte er die Frau vor sich genauer. Dadurch, dass sie gut eingehüllt war in ihrem Mantel, konnte er nicht viel zu ihr sagen, außer dass sie recht mysteriös wirkte. Ob sie gute oder böse Absichten ihm Gegenüber hatte, konnte er nicht sagen. Da würde er abwarten müssen. "Kann ich dir denn behilfich sein?", fragte er mit einem ironischen Unterton. Wenn Niwan schmerzen verspürte, dann kam oftmals seine wahre Seite heraus, die, die nicht bloß nett, freundlich und niedlich war, weil man es von ihm erwartete und er damit besser durchkam. Er hatte in Momenten wie diesen nicht wirklich die Kraft seine Fassade noch weiter aufrecht zu erhalten. 

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Re: A helping hand from above | Tallulah & Niwan

von Tallulah am 26.08.2024 15:58

Die unfreundliche Art des verletzten Jungen prallte an Talli genauso sehr ab, wie auch sie ihrem Umgebung gegenüber ein einziger Eisblock war.  Es hatte also durchaus seine Vorteile in einem Gefühlskalten Haushalt groß geworden zu sein. Beleidigungen und dergleichen brachten einen so gut wie nie aus der Verfassung. Ein Nachteil jedoch war, dass sie selbst bei anderen nur schwerlich die gefühlsempfingen nachvollziehen konnte, geschweige denn verstehen. Zu ihrem Glück, war dieser Fall hier sehr offensichtlich. der junge Mann hatte Schmerzen, was ihm mehr als deutlich anzusehen war, und verhilet sich deshalb abweisend. Ob aus Scham, Wut oder Vorsicht vermochte Talli dann allerdings doch ncicht zu erkennen, was ja eigentlich aber auch vollkommen egal war, denn sie glaubte nicht daran, dass es ihr persönlich galt. Was erfahrungsgemäß meistens der Fall war. Sondern lediglich dem Selbstschutz. Denn in dem Moment viel ihr ein, wie sie auf ihn wirken musste, so verhüllt. Mit tonloser Stimme, die keine Absichten erkennen ließen. Sie könnte ihn genauso gut ausrauben oder vollends töten wollen. 

Also zog Talli sich den Schal vom Mund und die kapuze immerhin so weit zurück, dass Niwan ihr Gesicht sehen konnte, ohne das jemand drum herum den richtigen Winkel dafür gehabt haben könnte. "Sollte die Frage nicht eher lauten, ob ich dir helfen kann. Ich bin Lilli und du bist verletzt." Stellte sie sich erst mal mit ihrem Decknamen vor. Aus Beobachtungen hatte sie erlernt, dass Menschen eher geneigt waren, jemandem vertrauen entgegenzubringen, dessen Name man kannte. es war zwar nicht Tallis echter Name, aber hier im Untergrund schon. Bevor sie noch einmal feststellte, dass ihr Gegenüber eindeutig verletzt war, so als wolle sie ihm ins Gedächtnis rufen, dass er durchaus Hilfe brauchte und nicht potentielle solche ablehnen könne. Riskantes Vorgehen, es konnte provozierend wirken. Aber jemand der sich seiner Bedürftigkeit nicht gewahr war, würde auch keine Hilfe von außen akzeptieren.

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Niwan
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Re: A helping hand from above | Tallulah & Niwan

von Niwan am 26.08.2024 16:27

Niwan hielt seinen Blick fest auf die Gestalt vor sich gerichtet. So fest wie er konnte, was leider gar nicht mal so sehr der Fall war, wie er gerne hätte. Immer wieder hatte er seine Augen leicht schließen müssen. Zum einen vor Schmerzen, zum anderen, weil es einfach anstrengend war, sich derartig auf seine Umgebung zu konzentrieren,  sie zu beobachten, sie eisern im Blick haben. Am liebsten würde er einfach seine Augen schließen und schlafen. Doch er durfte hier nicht einschlafen. Denn wenn seine unbehandelten Wunden ihn dann nicht umbrachten, so würde es definitiv einer der Menschen tun, die hier vorbei liefen.  

Sobald die Dame vor ihm sich etwas enthüllte, nicht mehr ganz so sehr vermummt war, versuchte er sich auf das Gesicht der Frau zu konzentrieren.  Viel konnte er nicht erkennen, was aber eher daran lag, dass sein Blick mit jeder Minute mehr verschwand. Doch das was er erkannte, gefiel ihm. Sie sah sympathisch aus, vielleicht war sie freundlich? Ach, so ein Mist. Niwan merkte, wie seine Gedanken verrückt spielten. Er hatte eine Tendenz, wenn es ihm nicht gut ging, in jedem nur das beste zu sehen. Ziemlich unvorteilhaft wenn man bereits am Boden lag und plötzlich begann jedem zu trauen.  Etwas, was niwan bereits sehr schmerzhaft lernen musste, weswegen er versuchte sich zusammen zu reißen und sein mühselig aufgebautes misstrauen, aufrecht zu erhalten. 

"Zwar brauche ich Hilfe, aber ich kann mir diese, wie vieles andere auch, nicht leisten.", gab er mit vor Schmerz zusammen gepressten Zähnen von sich. Er wusste, nichts war um sonst. Nie im leben würde Lilli ihm einfach so helfen, phne dafür eteas im Gegenzugzu fordern.  So funktionierte es hier in dieser Welt, weswegen der Mann direkt von anfang an klarstelle, dass er nichts hatte, dass er nichts bieten konnte. Nicht, dass es nicht ohnehin bereits sehr offensichtlich und klar war. "Niwan.", fügte er dann auf die Vorstellung der Frau hinzu. Er hob schwerfällig seine eine Hand, welche nicht an seinem Bauch lag, wollte er sie Lilli gerade schon reichen. Da sah er wie blutverschmiert diese war. "Ah, ne, das lassen wir lieber....", murmelte er leise, und ließ sein Hand sinken. Man merkte immer mehr, dass der Mann alles andere als fit war und es sich auch immer mehr auf seine kognitiven Fähigkeiten auswirkte

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Re: A helping hand from above | Tallulah & Niwan

von Tallulah am 27.08.2024 11:09

Tallulah hatte sich während des Beginns der Unterhaltung, wenn man es denn so nennen wollte, unaufällig in eine Position bewegt, die die meisten Blicke von Umhersteheden auf Niwan verdecken würde. Zumindest auf sein schmerzverzerrtes Gesicht. es sollte immerhin niemand seine Verletztlichkeit bemerken und sich einmischen. Zum einen würde es ihre Unterhaltung stören, zum anderen war sie nicht in der lage sich, geschweige den Niwan zu verteidigen sollte es nötig werden. Flucht war jeher ihre einzige Option. was allerdings heißen würde, ihn hier zurückzulassen und ob er das überleben würde, war sehr unwahrscheinlich. natürlich hatte sie all das ruhig mit fast schon natürlich kleinen Bewegungen getan, damit es nicht auffiel. denn was auffiel, je mehr sie redeten, dass es ihm wirklich nicht gut ging und hier war auch nicht gerade der beste Ort um Schwäche zu zeigen.

Seine Hand ignorierte sie, sie hätte sie auch nicht genommen, wenn er sie nicht zurückgezogen hätte. Was allerdings eher eine Art Selbstschutz war, statt Unhöflichkeit. Eine Regel die sie im Untergrund immer befolgt, keinen Körperkontakt, lass sie nicht an dich ran, wenn es sich vermeiden lässt. Und da machte Talli auch keine Ausnahme, verletzt oder nicht. Dass Niwan sie aber zurück zog, ersparte ihr die unangenehme Erklärung. Seine Aussage einer nicht bestehenden Gegenleistung konnte sie allerdings nicht einfach übergehen. wenn sie weniger emotionslos wäre, hätte sie vermutlich darüber gelacht, so symptomatisch war dieses denken, für diese Bevölkerungsschicht. Weshalb man es ihm auch nicht übel nehmen konnte. Eine Antwort sollte allerdings wohl überlegt sein, dess sie wollte ja nicht gleich ihre Herkunft verraten. "Ich versichere dir, es gibt eh nichts Greifbares dass du mir bieten könntest, dass ich nicht sowieso beschaffen könnte. Deine Bekanntschaft ist mir Wert genug." Antwortete sie deshalb ruhig und sachlich. Ein Kontakt im Untergrund war eine Informationsquelle von erschöpflichem Wert.  Und das er sich durch ihrer Hilfe verpflichtet fühlen würde, hatte er bereits zum Ausdruck gebracht, was Talli für den Moment ausreichte.

Ohne Umschweife, damit endlich mal das eigentliche Problem angegangen wurde, und um ihren Worten Nachdruck zu verleihen, riß sie sich einen Streifen vom Saum eines ihrer Umhänge ab und hielt es Niwan hin. Ihn ohne seine ausdrückliche Erlaubnis anzufassen, könnte ihn zu sehr stressen, weshalb sie erst einmal mit Fernhilfe begann. "Bind dir das um den Bauch, um die Wunde abzudrücken und weiteren Blurtverlust zu verhindern. Keine Sorge, der Stoff ist sauber." Wenn man Talli nicht kannte, konnte man ihre sachliche neutrale Tonlage mit einem Geschäftsgespräch verwechseln, statt dass sie über eine ersthafte schwere Verletzung redete.

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Niwan
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Re: A helping hand from above | Tallulah & Niwan

von Niwan am 27.08.2024 18:03

Niwan hatte nicht gemerkt, was Tallulah bereits zu Beginn für ihn getan hatte. Er hatte gar nicht mehr die Konzentration und Kraft solche Dinge zu bemerken, wie den Fakt,, dass die Fremde sich extra etwas vor hn gestellt hatte, damit sonst niemand merken würde, dass Nian verletzt und somit ein einfaches Opfer war. Niwan war tatsächlich froh, dass Tallulah seine Hand gekonnt ignorierte. Denn alles andere wre ihm nur unangenehm gewesen. Er wusste selber nicht, warum er auf diese selten dämliche Idee gekommen war. ironischerweise stellte er sich sonst auch nicht mit einem Handschütteln vor. Er schob es einfach gekonnt auf den Blutverlust. Ene bessere Erklärung würde er nicht finden. 

Würde Niwan etwas fitter sein, so hätte er sich gefragt, was die Frau genau mit ihren Worten meinte. Denn normalerweise versuchte er immer den Subtext zu verstehen, jedes Wort Wort auf seine Bedeutung zu analysieren, denn gerade in diesem symbolischen Untertiel konnte man die meisten Informationen herausholen. Informationen waren für den kleinen Dieb Gold wert. Also war es kein Wunder, dasss er davon so viel wie möglich wollte. Doch heute in seiner aktuellen Verfassung war er ncht in der Lage dazu, solche Dinge zu verstehen und zu interpretieren. Daher nahm er einfach so hin, dass er ihr nichts materielles bieten brauchte. Dennoch wundere es ihn, dass sie meinte, die Bekanntschaft zu ihm wäre ihr genug. Was brachte es ihr ihn zu kennen? Wie war das hilfreich für sie? Doch er hatte keine Wahl. Er brauchte ihre Hilfe. Und auch, wenn es mysteriös klang, so hätte sie weitaus schlimmeres für ihre Hilfe fordern können. Auch wenn er nicht ausschließen wollte, dass dies noch nachträglich kommen könnte. Daher nickte er nur schwach, als Zeichen, dass er verstanden hatte. 

Nwan richtete sich etwas auf um das Stück Stoff entgegen nehmen zu können. "Danke.", kam es leise von ihm. Er packte sein eigenes, mittlerweile blutrotes, Tuch weg, zog sein Oberteil etwas hoc und drückte den Stoff auf die Wunde. Voller Schmerz verzog er sein gesicht. Doch das hielt ihn nicht davon ab, weiter Druck auf eben diese auszuüben. 

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Re: A helping hand from above | Tallulah & Niwan

von Tallulah am 02.09.2024 15:49

Während sich Niwan ganz offensichtlich über die Bedeutung von Tallis Worten wunderte, was nicht ungewöhnlich war in diesem Umständen und vor allem dieser Gegend, sah sie sich unauffällig um. Langsam ließ sie dabei ihren Kopf wanders, ganz so als würde sie in Gedanken versunken sein, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Was auch super funktionierte. Noch hatte niemand in der direkten Umgebung Verdacht geschöpft, dass hier es etwas nicht so war, wie es zu sein schien und sein sollte. Jedoch war es riskant weiterhin hier zu bleiben. Zum einen würde es zwangsläufig irgendwann jemanden auffallen, dass sich die beiden nicht weg bewegten, zum anderen konnten sie hier an diesem staubigen Ort inmitten der Menschenmassen nur schlecht seine Wunde versorgen. Auch wenn der Druckverband den Blutverlust minimieren konnte, musste der Verletzung richtig gereinigt und verbunden werden. Im gesite ging die junge Frau also die umgebenden Straßen ab. Da sie sich hier gut auskannte, ihren Auflügen sei dank, erinnerte sie sich an eine kleine Seitengasse, mehr eine Art Sackgasse zu einem verlassenen Gebäude hin, keine zwei Straßen weiter. Da Tallulah nicht wusste wo Niwan, vieleicht sogar hier in der Nähe wohnte, geschweige denn ob es Nahe genug war, dass sie es dahin schaffte, würde das Versteck es zumindest zeitweilig tun. 

"Um zwei Ecken ist eine ruhige Sackgasse, wenn du es bis dahin schaffst, können wir deine Wunde zumindest erst mal provisorisch behandeln, sodass du es bis nach hause schaffst." Erklärte sie deshalb, ohne ihn dabei direkt anzusehen und ohne, dass sich ihre Lippen stark bewegten. Um dnach außen den Eindruck zu erwecken lediglich zusammen auf irgendwas zu warten. das sollte unverfänglicher aussehen, als zu tuscheln, denn so würde es für Außenstehende aussehen. Doch da noch alles gut ging, war Talli auch nicht sonderlich nervös. was die leute hier sowieso wittern würde. Doch Talli aus der Ruhe zu bringen war sowieso fast ein Ding der Unmöglichkeit.

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Niwan
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Re: A helping hand from above | Tallulah & Niwan

von Niwan am 08.09.2024 14:08

Viel mehr als den Stofffetzen auf seine Wunde zu drücken, hatte Niwan nicht machen können. Denn ihm fehlte für so gut wie alles die Energie. Mit etwas geweiteten Augen schaute er zu der Frau auf, die meinte, dass sie noch ein Stück gehen mussten. Er nickte nur leicht, und behauptete somit, dass er diesen kurzen Weg schaffen würde. Doch sein Körper war absolut nicht damit einverstanden. Mittlerweile schmerzte ein jedes Körperteil, fühlte es sich so an, als würde jede einzelne Zelle in seinem Körper weh tun. Doch er wusste, er hatte keine Wahl. Er brauchte die Hilfe von Lilly, er brauchte die Versorgung seiner Wunden und hier war es einfach nicht möglich. Entgegen seinem Körper, der förmlich schrie, sich keinen Millimeter zu bewegen, stämmte er seine beiden Hände auf den Boden. Mühevoll konnte er sich so etwas anheben. Im selben Moment zog er seine Knie ran, wodurch er zumindest schonmal etwas aufrechter saß. Er strengte sich dabei sehr an, nicht verbal die Schmerzen zu veräußern, die er dabei empfand, denn diese waren wirklich enorm. Nachdem er den Hintern zumindest schon mal in der Luft hatte, und seine Beine auch in der richtigen Position waren, ließ er eine seiner Hände an die Wand hinter sich wandern, damit er sich dort abstützen konnte. Er erhob sich ein weiteres Stück, während sein Gesicht vor Schmerz nur so verzogen war. Wieder ließ er einer seiner Hände etwas höher die Wand entlanggleiten, wobei es eher stockend war, als wirklich gleitend, und zog sich noch ein Stückchen hoch. Diesen Prozess wiederholte er immer wieder, solange, bis er, mehr oder weniger, gerade auf seinen Beinen stand. Dem Prozess dabei zu zu sehen, musste qualvoll für einen jeden sein, der auch nur etwas ungeduldig war. Denn er hatte sich viel zu lange gezogen, vor allem da Niwan immer wieder Rückschläge hatte machen müssen, wieder etwas weiter runtergerutscht war, ehe er ein effektives bisschen wieder hochgekommen war. Doch nach einer gefühlten Ewigkeit, vollkommen außer Atem stand Niwan vor der anderen Person. Noch stützte er sich mit seinen Händen an den Wänden ab, suchte sein Gleichgewicht ehe er langsam eine Hand nach der anderen löste. Zwar sah man ihm immer noch an, dass er starke Schmerzen hätte, doch hätte man nicht gesehen, wie er sich hochgeqäult hätte, so würde man gar nicht glauben, dass er derartig schwer verletzt war. Er nickte nur leicht. "Wir können.", sagte er leise. Niwan traute sich nicht vorzugehen, da er Angst hatte einen Schritt zu machen. Denn sein Körper fand gar nicht gut, was er da trieb, war es für den Mann ein Wunder, dass er es überhapt geschafft hatte, sich hinzustellen. Er befürchtete, dass sobald er einen Schritt vorwärts machen würde, er einfach wieder sofort zu Boden fallen würde und er wusste, nochmal würde er definitiv nicht hochkommen. 

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Re: A helping hand from above | Tallulah & Niwan

von Tallulah am 09.09.2024 13:37

Mit engelsgleicher Geduld, denn davon hatte Talli genügend wenn man es gewohnt war am rande zu stehen und zu beobachten, bis etwas ereignisreiches geschah um dieses nicht zu verpassen, wartete sie ab, bis sich Niwan vollkommen aufgerichtet hatte. Das er es soweit geschafft hatte, schien doch fast ein Wunder. Zwar war es von weiter weg zum Glück schlecht ersichtlich. Von namen allerdings konnte man ihm die Schmerzen und die damit einhergehnde Anstrengungen bei dieser sonst simplen Bewegung durchaus ziemlich deutlich ansehen. Von daher kam auch eine so gefühlskalte Person wie sie nicht umher einen gewissen Respekt zu empfinden. Überlebendwillen hatte der junge Mann, das musste man ihm lassen. Was wiederrum Talli erfreute, so würde ihre Geste wenigstens nicht umsonst sein und sie hatte ihre Zeit auch nicht an jemanden verschwendet, derr sie nicht zu schätzen wusste. Was sie auch gar nicht gut aufgenommen hätte. Leicht nachtragend konnte sie ab und an schon sein.

Nun da Niwan stand, war allerdings der Blondine klar, dass er es wohl nicht schwerlich tatsächlich allein irgendwohin schaffen würde, ganz zu schweigen ob er dort angekommen weiterhin Kraft haben würde durchzustehen. Nach einem kleinen inneren Disput mit sich selbst hilt sie ihm dann doch ihren Arm hin und deutete mit einem Kopfnicken an, sich darauf zu stürzen. das alles würde völlig umsonst sein, wenn er unterwegs krepierte. Und lebend hatte sie mehr von ihm. Sobald sie in der Seitengasse einigermaßen sicher und Blickgeschützt waren, konnte Talli die Wunde zumindest vorerst etwas reinigen und verbinden. das sollte ihn zumindest so lange zusammen halten, bis er es nach Hause geschafft hatte. Vieleicht hatte er dort Verbandszeug, anderenfalls plante Talli selbst wenlches zu besorgen. Aber eins nach dem anderen, erst mal musste sie ihn in Sicherheit bringen.

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