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Re: old scars that still burn
von Nolan am 09.09.2024 15:53Der unüberhörbare Vorwurf in Flynns Stimme sorgte dafür, dass sich Nolans Lippen zu einer harten Linie verformten - ein unzufriedener Ausdruck trat auf sein Gesicht. Natürlich war es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis es zu Anschuldigungen kam, dennoch stachen die Worte - vielleicht, weil sie auf gewisse Weise wahr waren. Nolan nannte die Slums des Untergrunds nicht mehr seine Heimat, er war besseren Speis und Trank gewohnt. Sollte er Reue dafür zeigen, dass er jetzt ein besseres Leben führte? Nolan hasste es, dass Flynns Vorwürfe Wirkung zeigten, wenn auch nicht genug, um es auf dem Pokerface des Söldners abzulesen. Bevor er allerdings etwas erwidern konnte, hatte das Phantom bereits abgewunken und bot ihm stattdessen eine Zigarette an. Der Söldner besann sich, dass es besser war zu schweigen, um nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen, welches immer wieder zwischen ihnen zu entfachen schien. Stumm beugte er sich also vor, um zuzugreifen und anschließend ein Feuerzeug aus der Tasche zu ziehen, um den Glimmstängel zum Glühen zu bringen. Warmer Rauch füllte seine Lungen, als Nolan sich wieder im Stuhl zurücklehnte. Die direkte Reaktion nahm der Söldner nur mit einem Nicken zur Kenntnis, er hatte mit der Antwort bereits gerechnet. Flynn war vorsichtiger geworden und natürlich kannte Nolan den Grund. Tiefrote, gierig lodernde Flammen suchten ihn in manchen Albträumen noch immer heim - und die Schreie. Die Schreie jener, die sie eigentlich hatten befreien wollen. Die Erinnerungen, die ihn unwillkürlich heimsuchten, trieben einen schrecklich bitteren Geschmack auf seine Zunge, sodass der dunkelhaarige Mann einen weiteren tiefen Zug nahm, um ihn zu vertreiben. "Es geht das Gerücht um, dass es einen Marshal gibt, der den Untergrund wieder in die Gewalt der Behörde bringen will", offenbarte er schließlich dem Phantom. Eigentlich galt der Untergrund für die Bewohner der Oberwelt schon lange als verloren. Beinahe seit der Entstehung hatte die Behörde die Unterwelt ihrem Schicksal überlassen - bis auf die Minen, die stets bewacht wurden, waren Patrouillen der Gesetzeshüter selten, sie sollten sich auf die Oberwelt fokussieren, denn dessen Schutz stand schließlich an erster Stelle. Nolan konnte sich ein verächtliches Schnauben nicht verkneifen, natürlich gehörte er nicht länger zu den Crimson Eyes, doch seine Einstellung gegenüber der Behörde hatte sich nie geändert. "Wolf nennen sie ihm scheinbar. Scheint verdammt verbissen zu sein oder so erzählt man sich zumindest." Graue Rauchschwaden stiegen in die Luft, als Nolan ausatmete, die blaugrauen Augen blieben auf dem Gesicht seines ehemaligen Freunds gerichtet.
Re: Dinnertime | Nolan & Niwan
von Nolan am 09.09.2024 14:48Dass er sein Angebot ablehnte, schien den jungen Mann wohl endgültig davon zu überzeugen, dass Nolan keine Gefahr darstellte. Zumindest traute er sich unverhohlen, mit dem Söldner zu flirten. Er trat noch einmal etwas näher auf den anderen zu, musterte den Blondschopf, den er um einige Zentimeter überragte. "Bist du dir sicher, dass du es darauf anlegen willst? Es würde mir keine Mühe bereiten, dir den Beutel wieder abzunehmen", Worte, die der Dieb als Drohung verstehen sollte - doch es fehlte der Biss dahinter. Die Wahrheit war, dass Nolan kein Freund unnötiger Gewalt war. Erst recht nicht, wenn ihm sein Gegner eindeutig unterlegen war. Ein etwas ungläubiges Schnauben und leichtes Kopfschütteln folgte, ehe er sich schließlich zum Gehen wandte, um die düstere Ecke zu verlassen. Es war sowieso Zeit, dass er den Untergrund wieder verließ - ab und zu traf er hier unten noch auf Personen, die nicht besonders gut auf ihn zu sprechen waren. "Funktioniert die Masche bei anderen?" Erkundigte er sich beiläufig. Noch einmal überprüfte Nolan, ob auch wirklich alle seine Besitztümer da waren, bevor er sich langsam in Bewegung setzte, sein Blick überflog knapp die Menge an Menschen.
Re: old scars that still burn
von Nolan am 08.09.2024 15:42Unwillkürlich folgten die blaugrauen Augen des Söldners der Bewegung, als sich Flynn an die Brust griff - dort, wo das allererste karmesinrote Auge auf gebräunter Haut gezeichnet war. Nolan erinnerte sich daran, als es gestochen worden war. Menschen, die er vor einigen Jahren noch als Familie bezeichnet hätte, trugen jenes Tattoo unter der Haut und dennoch hatte die Nadel ihn selbst nie berührt. Der Söldner fragte sich, wie es wohl wäre, wenn ihm die rote Tinte zeichnen würde - ob er noch am Leben wäre, wenn er sich damals dafür entschieden hätte, das Erkennungsmerkmal der Crimson Eyes anzunehmen. "Verstehe", erwiderte er knapp auf die Erklärung des Phantoms, "Meinetwegen müssen wir dieses Rattenloch nie wieder betreten." Es war nicht nur der schlechte Whiskey, der Nolan störte, sondern vor allem die Erinnerungen, die schon so lange zurücklagen und dennoch immer wieder schmerzliche Schuldgefühle hervorriefen. Flynns Anwesenheit machten die Umstände dabei nicht sonderlich besser.
Sein ehemaliger Vertrauter kam gleich zum wesentlichen, nichts, wogegen Nolan etwas einzuwenden hatte. Ihre Vergangenheit totzuschweigen lag ganz in seinem Sinne - sonderlich geschickt mit Worten war der Söldner immerhin nie gewesen, es sei denn es ging darum, Drohungen auszusprechen. Die blaugrauen Augen richteten sich auf das schwarze Notizbuch, ehe er das Wort erhob. "Es gibt da einige Gerüchte, die dich interessieren könnten", antwortete er schließlich bedacht, "möchtest du die guten, oder die schlechten zuerst?"
Re: Dinnertime | Nolan & Niwan
von Nolan am 08.09.2024 14:59Ungläubig große, hellblaue Augen blickten ihm entgegen, als er dem Dieb sein Essen überließ. Nolan wusste selbst, dass Großzügigkeiten, wie diese normalerweise nicht vorkam - es ärgerte den Söldner etwas, dass er seine eiserne Haltung nicht aufrechterhalten hatte, doch er musste sich eingestehen, dass er Mitleid mit dem jüngeren Mann hatte. Vermutlich war seine Mutter an all dem Schuld - sie hatte ihm Mitgefühl vermittelt, obwohl er dieses innerhalb einer Stadt wie San Valdura nun wirklich nicht gebrauchen konnte. Er schnaubte nur leise und wandte den Blick ab, während er leicht den Kopf schüttelte. "Deine Schuld brauche ich nicht, du tust mir einen Gefallen, indem du in Zukunft einfach die Finger von meinem Besitz lässt. Nochmal geb ich den jedenfalls nicht so einfach ab." Eine unterschwellige Warnung lag in der Stimme des Söldners, zwar hatte er sich die Gelegenheit verspielt, den jungen Mann einen richtigen Schrecken einzujagen, doch er wollte dennoch verhindern, dass der kleine Dieb auf dumme Gedanken kam. Niwan hielt den kleinen Beutel fest umklammert, er hatte wohl Angst, dass es sich Nolan anders überlegen könnte. Sicherlich hatte er lange nichts mehr zu essen bekommen. Nolan unterdrückte das Bedürfnis zu nachzufragen.
Re: foul cards may cost your head
von Nolan am 08.09.2024 12:51Die Münzen klimperten leise, als zu guter Letzt auch sein Gegenüber mitging und den Betrag in die Mitte des Tisches schob. Gierig, wie Dichisk, die seit Tagen nichts zu fressen gefunden hatten, verfolgte der Blick der anderen Beiden den Pot. Auf dem Gesicht des rothaarigen Mannes erblickten die geschulten Augen Nolans ein Zucken seines Mundwinkels, so subtil, dass es durchaus echt sein könnte. Es entging auch dem Mann rechts von ihm nicht, seine Augen blieben noch kurz an ihm hängen, bevor er erneut seinen Komplizen bedachte - ein subtiles Nicken folgte, bevor er den Einsatz verdoppelte. Nun riss Nolan endgültig der Geduldsfaden. Im Poker zu betrügen war das eine - aber ihm für dumm zu verkaufen...Nein, das konnten sich diese Dreckskerle getrost abschminken. Die aggressive Spielweise, wie sie den Pot stetig erhöhten und dabei Absprache hielten, das Nicken hatte ihm schließlich den Rest gegeben. Mit einem Klirren knallte das Whiskeyglas auf den Tisch, bevor sich Nolan stumm aus seinem Stuhl erhob. Mindestens zwei Augenpaare sprangen direkt zu ihm, die Hände der beiden Schwindler glitten zu ihren Holstern. Die Geste glich einem Eingeständnis, sie schienen bereits bevor er den Mund öffnete zu wissen, dass sie in ihrer Masche aufgeflogen waren. "Falls ihr beiden Bastarde wirklich geglaubt habt, dass ihr mir so einfach mein Geld aus der Tasche ziehen könnt, dann habt ihr euch getäuscht", die raue Stimme des Söldners hatte eine gefährliche Ruhe angenommen, die kalte Wut dahinter unüberhörbar. Das Rascheln von Stoff war der einzige Hinweis - innerhalb von Sekunden hatte Nolan nach seinen beiden Revolvern gegriffen und hielt sie seinen Sitznachbarn gegen den Kopf. Bedauerlicherweise musste er jedoch feststellen, dass es sich bei den beiden anderen Männern zwar um Narren, aber dafür extrem schnelle Narren handelte. Gleich zwei Pistolen wurden auf ihn gerichtet, doch der Söldner hatte sich zu oft in Situationen wie diese befunden, um gleich in Panik zu verfallen. Daher sprach er einfach weiter. "Ich schlage vor, ihr beiden lasst das Geld liegen und verschwindet so schnell ihr könnt von hier - bevor ich euch eine Kugel durch den Kopf jage." Mittlerweile war es stiller im Saloon geworden - mehrere Augenpaare ruhten auf den vier Pokerspielen und auch der Pianist hatte sein Stück abrupt unterbrochen - die Spannung war greifbar. Allein jene, die zu betrunken waren, um die Situation zu erkennen, redeten und lachten munter weiter. Von einem der Betrüger erklang ein dumpfes Lachen, "und was glaubst du, wer hier wen als erstes abknallt?" Forderte er heraus. Nolans Blick richtete sich auf seinem Gegenüber, er war wohl mehr oder weniger nun auf die Mithilfe des anderen angewiesen. "Ihr solltet nicht vergessen, dass ich nicht der einzige bin, den ihr hier versucht habt zu betrügen", erinnerte er die beiden knurrend. "Oder hast du etwa vor, dich von diesen Dreckskerlen mit so einer billigen Masche abziehen zu lassen?"
(alles gut, mach dir keinen Stress :3)
Re: Dinnertime | Nolan & Niwan
von Nolan am 25.08.2024 11:40Als er ihm mit sich zog, schlug der jüngere Mann einen anderen Ton an, Nolan erkannte die Angst dahinter. Vermutlich war das nicht sein erster Beutezug, der fehlschlug. Gut, denn diese Furcht war genau was der Söldner erzielen wollte. Da er nicht vorhatte den, ihm deutlich unterlegenen, Dieb mit Schlägen zu bestrafen, musste er ihm irgendwie anders Einschüchtern. Er wollte das der blonde Mann niemals wieder auf den Gedanken kam, ihn zu bestehlen. Im besten Fall würde er auch noch seine anderen Diebesfreunde warnen.
Niwans gesamte Körpersprache zeugte von tief sitzender Angst. Furcht hatte Nolan bereits so oft in seinen Leben gesehen und gespürt, das seinen erfahrenen Blick niemals die geweiteten Pupillen oder die angespannte Körperhaltung entgangen wäre. Dennoch schlug sein Gegenüber bei den nächsten Worten einen patzigen Ton an. Etwas, das ihm einen kalten Blick des Söldners einbüßte, in dem eindeutig eine Warnung lag. Nolan glaubte zunächst, das der kleine Dieb tatsächlich vorhatte ihm weiterhin dreist zu belügen und so zu tun, als hätte er nicht gestohlen. Demnach bildete sich eine leichte Falte auf Nolans Stirn ab, als Niwan mit der freien Hand nach dem kleinen Beutel griff, in welchem Nolan sein Essen aufbewahrt hatte. Kurz warf er dem Dieb noch einen misstrauischen Blick zu, der Söldner tastete nach seinem Geld, doch tatsächlich. Von seinen Talern schien nichts gestohlen worden zu sein. Wortlos nahm er das Beutelchen entgegen, sein Blick blieb an dem Jüngeren hängen, als dessen Bauch plötzlich laut zu knurren begann - sicherlich hatte er lange nichts mehr gegessen.
Es war beinahe so, als würde Nolan den Hunger selbst spüren. Er war sein ständiger Begleiter gewesen, bereits seit seinen Kindertagen. Sein Vater hatte sie schon kaum ernähren können und nach seinem Tod hatte Nolan noch sehr viel weniger auf den Tisch gebracht. Auch ihm hatte das nagende Gefühl schon mehrmals zum Dieb gemacht.
Zwar versuchte Nolan die kühle Maske aufrechtzuerhalten, doch für einen kurzen Moment sah man ihm an, in welcher Zwist der Söldner steckte. Mit einem tiefen, unzufriedenen Seufzen gab er das kleine Beutelchen schließlich an den Dieb zurück. "Behalt es einfach", brummte er, beinahe grimmig. Er ließ von Niwan ab, die Arme verschränkte der Söldner vor der Brust. Es gefiel ihm nicht, wie einfach er seinen Besitz abtrat. Mitleid war eine Schwäche, die er sich hier unten eigentlich nicht erlauben konnte. Er hatte eisern wirken wollen, um den Blonden abzuschrecken. Das konnte er jetzt aber vermutlich ohnehin vergessen.
Re: Neue Lande, fremde Biester
von Nolan am 25.08.2024 11:07Blaugraue Augen verfolgten Kendas Bewegungen ganz genau, als die Rancherin nach etwas griff. Weiterhin behielt Nolan eine gesunde Portion Misstrauen bei, doch als er sah, das es sich nur um den Mantel und Hut der Frau handelte, entspannte er sich etwas. Kurz blickte der Söldner Kendas Hund nach, welcher auf einen Pfiff schon vorlief, ehe er seinen Blick wieder auf die kleinere Frau richtete. Bei ihren Bericht nickte er leicht, von ein paar Warnschüssen, würde sich die Echsen demnach nicht vertreiben lassen. "Weißt du weviele es ungefähr sind?" Erkundigte sich der Söldner, während er Kenda folgte. Auch der Blick des Söldners richtete sich auf die frischen Spuren, welche die Dichisk hinterlassen hatten. Kurz ging Nolan in die Knie, um sich die aufgewühlte Erde besser anzusehen. Er war vielleicht kein Jäger, Erfahrung im Spurenlesen hatte er aber dennoch. Sein Blick folgte dem seiner Auftraggeberin, musterten die zerkratzten und teilweise zerlöcherten Wände, welche die Dichisk hinterlassen hatten. "Sie scheinen es wirklich auf die Pferde abgesehen zu haben", murmelte er, bevor er sich wieder erhob. Obwohl die Rancherin erst vor kurzem eingetroffen war, hatte sie bereits mit allerhand Schwierigkeiten zu kämpfen. Dennoch sah man ihr die Erschöpfung nicht an. Wenn sie sich weiter so Hartnäckig zeigte, würden die Chancen wohl tatsächlich nicht schlecht stehen, in dieser erbarmungslosen Stadt zu überleben. Diese Anerkennung stand Nolan jedoch nicht gerade ins Gesicht geschrieben, weiterhin behielt er ein recht neutrales Gesicht bei "Wo können wir uns am besten auf die Lauer legen?" Noch einmal tastete er nach dem Gürtel seines Sharps Rifle. Die Rancherin wusste wohl am besten, von wo aus sie die Dichisk am besten überfallen könnten.
Re: Dinnertime | Nolan & Niwan
von Nolan am 22.08.2024 16:27Sobald er ihn packte, erblickte Nolan die Panik in den Augen des jungen Mannes. Unweigerlich wurde er an eigene Misserfolge erinnert - fehlgeschlagene Beutezüge, die ihm eine Tracht Prügel eingebüßt hatten. Seine Einschüchterung erzielte nicht direkt den gewünschten Effekt, denn trotzdem versuchte der kleine Dieb seine Lüge aufrechtzuerhalten.
Nolans Blick blieb unlesbar, während die blaugrauen Augen auf den Kleineren gerichtet blieben, erst als der Händler das Wort erhob, richtete sich Nolans Blick nach ein paar Sekunden auf den bärtigen Mann. "Eine Meinungsverschiedenheit", erwiderte er schließlich zwischen zusammengebissenen Zähnen, "misch dich nicht ein." Ein Ruck und Nolan zog den jüngeren Mann hinter sich her, "mitkommen", befahl er, obwohl Niwan ohnehin keine Wahl hatte. Der Söldner behielt sein Handgelenk fest umschlossen.
Abseits der Stände und der Menschenmassen blieb er schließlich stehen, sein Griff lockerte sich etwas, während er Niwan fixierte. "Hör zu, deine falschen Spielchen und Ausreden kannst du dir sparen", klärte er den jungen Mann gleich auf, "Ich hab genug dieser Tricks selbst angewandt, so einfach lass ich mich nicht von einem Möchtegern wie dir bestehlen. Jetzt her mit meinem Geld." Da er auch seine Taler in einer kleinen Gürteltasche aufbewahrte, ging der Söldner automatisch davon aus das Niwan danach gegriffen hatte. Seine Stimme hatte eine bedrohliche Ruhe angenommen, noch einmal verstärkte er den Griff, um den Arm des Blonden um ihm zu verdeutlichen, das er sich auf keine Spielchen einlassen würde. Der Untergrund war einst seine Heimat gewesen, vor einiger Zeit, hatte er nach Beutezügen mit seinen Bandenmitgliedern über die dämlichen Leute gelacht, die sie Diebe so einfach davon kommen ließen - er würde nicht zu einen solchen Dummkopf werden und sich sein hart erarbeitetes Geld abknöpfen lassen.
Re: old scars that still burn
von Nolan am 22.08.2024 15:13Als sich die Eingangspforte des Saloons öffnete, richtete sich Nolans Blick unweigerlich auf die eintretende Gestalt. Er erkannte Flynn sofort und auch dem Barkeeper schien das Gesicht bekannt vorzukommen. Hastig stolpernd flüchtete er durch die Hintertür - eine Reaktion, die auch die Aufmerksamkeit der wenigen anderen Besucher auf sich zog. Während die Meisten scheu den Blick des Neuankömmlings auswichen, breitete sich zwischen anderen Grüppchen misstrauisches Getuschel aus. Die Brauen des Söldners hoben sich leicht, während er dem kleinen Mann nach sah, schließlich richteten sich die blaugrauen Augen aber wieder auf den Boss der Crimson Eyes. Soviel zu Subtil. Das hier können wir dann wohl von unserer Treffpunkt-Liste streichen. Kein großer Verlust - dem Whiskey würde der Söldner zumindest nicht nachtrauern.
Eine Weile verharrte Flynn noch an der Bar, es dauerte kurz, bis er ihm in der Menge entdeckte - oder er hatte ihm schon beim Eintreten bemerkt und ließ sich absichtlich Zeit. Ganz genau konnte das Nolan nicht sagen. Mit schweren Schritten trat der jüngere Mann schließlich auf ihm zu, die hölzernen Dielen knarzten unter den ledernen Stiefeln. Der berechnende Blick des anderen legte sich schwer auf ihm, mit den Vertrauen von damals hatte die Art, mit der ihn Flynn musterte schon lange nichts mehr gemein.
Langsam, fast hätte Nolan es als Vorsichtig beschrieben, löste der andere seine Pistole - die Geste veranlasste Nolan dazu, seine Augen von dem halbgefüllten Whiskeyglas auf die Waffe zu richten.
Für eine kurze Weile strich der Blick des Söldners über die Kratzer und Einkerbungen des kühlen Metalls - Spuren, die der jahrelange Gebrauch hinterlassen hatte. In einer langsamen, aber bestimmten Bewegung griff er schließlich nach seinen eigenen Revolvern, um sie mit einem dumpfen Ton neben den Remingten abzulegen. Bedächtig lehnte sich Nolan in seinen Stuhl zurück, eine Weile blieb sein Blick noch auf die niedergestreckten Waffen gerichtet, bevor er Flynn das erste Mal direkt ansah und die Stille durchbrach. "Hat dich wohl auf dem falschen Fuß erwischt?" Den Kopf neigte er leicht Richtung Bar, dorthin, wo eben noch der Barkeeper seiner Arbeit nachgegangen war.
Re: Dinnertime | Nolan & Niwan
von Nolan am 21.08.2024 07:48Ganz wie erwartete, hielt sein Verfolger neben ihm, Nolans Vermutungen wurden demnach nur noch weiter bestätigt: Jemand wollte ihm bestehlen. Der Kleinere rammte ihm an der Schulter, ein kleiner Ruck an seinen Gürtel, den der Söldner unter anderen Umständen vermutlich gar nicht bemerkt hatte und schon hob der kleine Dieb entschuldigend die Hände, den erschrockenen Blick hätte Nolan ihm fast abgekauft. Allerdings eben nur fast. Denn eben jenen Trick hatte Nolan in jüngeren Jahren schon oft genug angewandt, um an das Geld seiner Opfer zu gelangen. So einfach würde er sich nicht beklauen lassen. Bevor sich Niwan also abwenden konnte, packte er den blonden am Arm. "Die falschen Entschuldigungen kannst du dir sparen", zischte er, ein bedrohliches Funkeln in den Augen. "Glaubst du, ich erkenne einen Dieb wie dich nicht?" Der Händler des Standes warf ihnen derweil einen misstrauischen Blick zu. "Hey! Was soll das?" Missmutig musterte er Nolan und Niwan, bevor er sich an den Söldner wandte "hat der Bursche etwa gestohlen?" Nolan antwortete nicht direkt, seine Augen blieben zunächst weiter auf Niwan gerichtet, dessen Arm er immer noch fest umschlossen hielt.




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