Kleiner Rückzug im Mondschein ( Niwan & Amunet)
Erste Seite | « | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | » | Letzte
[ Nach unten | Zum letzten Beitrag | Thema abonnieren | Älteste Beiträge zuerst ]
Niwan
Gelöschter Benutzer
Re: Kleiner Rückzug im Mondschein ( Niwan & Amunet)
von Niwan am 20.08.2024 20:46"Wenn du als Tochter einer Händlerin gelebt hast, wie kommt es, dass du dich dafür entschieden hast Södnerin zu werden anstelle ebenfalls Händlerin?", fragte er nach, ohne allzu aufdringlich sein zu wollen. Ihn interessierte es, denn nach wie vor war Wissen macht. Aber er könnte auch sehr gut damit leben, sollte Amunet sagen, dass sie ihm das nicht erzählen wolllte. Er war nicht auf das Wissen angewiesen, es war zwar spannend und sicher alles andere als schlecht zu wissen, aber es war nicht so als würde sein Leben davon abhängen. "Ist das auch der Grund, warum du nun nicht mehr so lebst? Weil du nun selber Söldnerin bist?", hakte er dennoch nach. Durch die zusätzliche Frage würde sie vielleicht vergessen, dass Niwan noch immer ein Fremder war, denn man nun wirklich nicht alles erzählen musste. Doch Niwan fand auch, dass es eine nette Abwechslung war, zumal er heute ohnehin nichts mehr vor hatte, keine Termine, keine Pläne, wodurch ein kleines nettes Pläuschchen mit Amunet gut in seinen Zeitplan passte.
Der Gesichtsausdruck verdunkelte sich für einige Momente bei Niwan. Es war als würde er nur zu gut nach vollziehen können, wovon Amunet da redete. Schnell war der Gesichtsausdruck wieder verschwuden, der ein Indiz auf seine Vergangenheit gegeben hatte. Denn in der Tat wusste Niwan nur zu gut, wovon die Frau sprach. Ihm war sicherlich bewusst, dass es für eine Dame noch weitaus schlimmer sein musste, aber selbst er hatte schon genügend Erfahrungen sammeln müssen. Er war schließlich schmal, zierlich, einige hatten ihn als hübsch, niedlich und attraktiv bezeichnet. Natürlich lag dies immer im Auge des Betrachters aber man konnte nicht abstreiten dass er etwas androgynes an sich hatte. Nicht dass Niwan das störte, er mochte sein Aussehen, größtenteils zumindest, aber viele Männer nutzen es aus, ließen an ihm den Frust aus, wenn es mit der Angebeteten doch nicht geklappt hatte. Nur zu oft hatte er schon als Spielzeug herhalten müssen. Er hasste diese Erinnerungen und doch war das noch immer nicht das schlimmste, was er in diesem Bereich hatte erleben müssen.
Es war eine kurze Stille entstanden, weil Niwan sich in seinen eigenen Gedanken abgehängt hatte, bis er sich wieder zurück in die Realität gerufen hatte. Er nickte zustimmend. "Manche Männer sind Schweine und ehrlicherweise schäme ich mich da regelmäßig für mein Geschlecht." Ein leises Seufzen entkam ihm, ehe er wieder leicht lächelte und mit der Frage, ob Amunet Hilfe brauchte wieder etwas vom Thema ablenkte.
Als Amunet erwähnte, dass sie keine Last sein wollte, schüttelte er den Kopf. "Aber nicht doch, du bist keine Last! Sonst würde ich dir das auch nicht anbieten. Fühle dich zu nichts gezwunen, nur brauchst du meine Angebote nicht aus falscher Bescheidenheit ablehnen.", erwiderte er ihr in einem ruhigen Ton.
Re: Kleiner Rückzug im Mondschein ( Niwan & Amunet)
von Amunet am 20.08.2024 12:53Ich bemerkte kaum was um uns herum geschah. Ich konnte vieles um mich herum ausblenden wenn ich auf eine Sache fokussiert war. Einst hatte ich gelernt damit gewisse Schmerzen zu lindern. Vorstellungen zu haben ich sei gänzlich woanders. Zum kleinsten Teil hatte dies auch helfen können. Der Körper war am ende mit Reaktionen da gewesen die die Wellen an Schmerzen in meinen Kopf tanzen ließ. Viele Leute liefen auch nicht in der Gegend herum, die Nacht brachte die Müdigkeit mit und schickte fast jeden in ihre Betten damit diese vom Schlaf umhüllt werden konnten. Nur wenige fanden keinen Schlaf und verließen das Haus.
"Ja.. vielleicht liegt es daran das ich einige Jahre bei einen Händler als Tochter lebte, dieses Leben in vollen Maße liebte und die Freiheit wieder haben wollte. Vor allem kamen immer wieder Söldner vorbei. Brachten Edelsteine und so mit" Sagte ich schmunzelnd "Anderes könnte ich mir das nicht vorstellen. Vor diesen Leben bei den Händler war es die reinste Folter gewesen jeden Tag zu leben. Von dieser Zeit hätte ich sowas kaum bekommen" Fügte ich hinzu und lauschte dann seinen Worten.
Er hatte recht. Nicht jeder bekam durch diese Jahre einen starken Überlebenswillen. Die meisten wollte das Ende haben. Mit der Erde eins werden. Im nächsten Leben wenn es den eines gab in ruhe Leben können und all diese Tage und Taten für immer vergessen. Vielleicht hatte auch etwas in meinen Herzen gewusst wo ich gut leben konnte. Hilfe bekäme und aufblühen konnte. Ohne das ich es selber wusste.
"Eine Verletzung reicht schon aus um bei vielen Männer eine art Beute zu werden..selbst wenn man nichts besitzt oder kaum etwas was sich für diese nicht lohnt..Sie hätten am Körper gefallen gefunden " Sagte ich etwas leiser. "Selbst bei Frauen hätte sowas kommen was aber eher seltener vorkommt" Seine ehrliche Art in diesen Momet tat gut und es konnte das Herz angenehm wärmen "Es geht halbwegs. Es ist zwar ein seltamer Schmerz, aber ich will auch keine große Last fur dich sein" Sagte. Ruhig. Es war nicht nur das. Solch eine nähe war ich nicht gewöhnt. Mein Herz würde alleine bei diesen Gedanken rasen.. Nur nicht aus Angst.
Niwan
Gelöschter Benutzer
Re: Kleiner Rückzug im Mondschein ( Niwan & Amunet)
von Niwan am 20.08.2024 07:46Niwan merkte gar nicht, wie sich Amunet immer mehr innerlich entspannte. Zwar hatte er keine besonders schlechte Menschenkenntnis, doch reichte sie nun auch wieder nicht dafür aus um diese kleinen Unterschiede an der Dame vor ihr auszumachen. Wenn er sie eines Tages vielleicht mal besser kennen sollte, so würde er diese Unterschiede vielleicht wahrnehmen können, doch heute ganz sicher nicht. Wobei er gerne gewusst hätte, dass sie sich entspannte, ihm ein Stück weit immer mehr vertraute, denn es war doch wichtig zu wissen, wer einem traute und wer nicht. Im wilden Westen konnte das eigene Überleben davon abhängen.
Aufmerksam hörte er ihr zu, als sie begann weiter zu erzählen. Es schien niemand hier zu merken, dass Amunet immer mehr von sich preis gab, während die Dame so gut wie nichts über Niwan wusste. Ihm gefiel das, so hatte er seine Gespräche am liebste. Je mysteriöser er blieb, desto besser. "Es wirkt mir als hättest du einen sehr starken Überlebenswillen. Mir würden einige einfallen, die sich stattdessen einen anderen Ausweg gewählt hätten." Niwan sprach bewusst nicht direkt aus, welchen Weg er meinte, da er nicht wusste wie Amunet auf solch ein dunkles Thema reagieren würde, wie es eins war, an das er gerade dachte. Es wäre auf jeden Fall der letzte Weg, den die Menschen dann gegagen wären. Verständnisvoll nickte der Mann. Er würde wohl auch lieber in Einsamkeit aber dafür frei und vielleicht auch ein Stück weit sicherer leben wollen. Vermutlich hätte er in manchen Punkten gar nicht so anders agiert als Amunet. "Also bist du selbst eine Söldernin?", fragte er beiläufig nach, wollte damit sicherstellen, dass er den richtigen Schluss aus ihren Erzählungen gezogen hatte.
Ein kleines Lächeln blieb zurück als Amunet das Wort erhob. "Ohne das böse zu meinen, aber ich glaube sonderlich viel zu holen gibt es nicht, wenn du an solch einem Ort, mitten in der Nacht verwundet umherwanderst.", gab er diesmal erstaunlich ehrlich von sich. Vielleicht ein bisschen zu ehrlich, als das es noch gut für ihn war, doch das Risiko ging der Mann ein, konnte er ohnehin nicht mehr zurück. Sobald Amunet sich in Bewegung setzte folgte er der Frau. "Geht's?", fragte er und bot im selben Moment seinen Arm an, damit sie sich einhaken und so bei ihm abstützen konnte, sollte der Schmerz doch zu groß sein.
Re: Kleiner Rückzug im Mondschein ( Niwan & Amunet)
von Amunet am 19.08.2024 22:11Etwas in mit entspannte sich nach meinen Worte langsam. Als seien meine Gedanken ein Puzzle von welchen man einen kleinen Teil entfernte. Auf der einen Seite konnte es wirklich gut tun einfach das raus zu lassen was einen in den Wahnsinn treiben konnte auch wenn man aufpassen musste wem man das am ende alles erzählte. Ich wollte nicht wahrhaben das Niwan meine Worte auch gegen mich einsetzten konnte. Auf den ersten Blick schien er dafür ein zu großes Herz zu haben. Vielleicht würde ich es eines Tages bereuen, doch diesen Tag würde ich verhindern wollen. Das tat irgendwie zu gut um wahr zu sein..ich vertraue niemanden gänzlich, egal wie sehr ich eine Person schätzen kann und mir geholfen hat. All diese sorgen mal ausprechen zu können..als könnte man die Angst mir wegnehmen. Ich hoffe nur das er es nicht eines Tages ausnutzen wird wenn er etwas von mir will was ich zunächst nicht kann oder will Dies war ein kleiner Gedanke gewesen nachdem ich mich etwas mehr im inneren entspannen konnte.
Nach einer knappen Zeit sah ich wie er mir das Kurzschwert reichte. Nicht grade in eile griff ich es mir und blickte zu ihm hoch. "Irgendwie schon..ich schätze mein überlebenswille trug auch etwas dazu..so wie ich hier her kam" Kraftlos und mit großen Hunger. Die Tage auf den Schiff brachten auch einen Schlafmangel mit sich da ich ständig wachsam sein musste und mich nicht finden lassen wollte "Ja, auch wenn es am Anfang Einsam war war ich froh gewesen mein Leben selber zu gestallten. Und da ich ein paar Söldner kenne die ich immer wieder gesehen hatte, dachte ich das ich auch so Leben könnte" Sagte ich recht entspannt. Als ich be einen Händler lebte, brachten Söldner immer wieder Ressoucen mit die der Mann zu Schmuck verarbeitete. Es waren aufregende Momente gewesen und bei dieser Arbeit zu zuschauen war ein tolles Erlebnis gewesen.
"Andere hätten die Situation ausgenutzt. Auch wenn ich mich gegen sowas gewehrt hätte..die Wunde hätte früher oder später meine Niederlage bedeutet" Seine Worte waren gefühlt süß wie Honig gewesen. Vermischt mit einer spielerischen Art fühlte ich mich einigermaßen sicher bei den Mann. "Wenn du darauf bestehst" Lächelnd lief ich langsam los. Die Wunde schmerzte zwar immerdoch und Ruckartige Bewegungen durfte ich defntiv machen, doch das meiste war vergangen. Langsam steckt ich auch mein eines Kurzschwert wieder in die Scheide. Vielleicht vertraue ich ihm zu sehr..doch das ist mir gerade irgendwie egal..Vielleicht könnte ich ihm in Zukunft einen Teil meiner Belohnungen mit ihmen Teilen wenn es so bleibt.
Niwan
Gelöschter Benutzer
Re: Kleiner Rückzug im Mondschein ( Niwan & Amunet)
von Niwan am 19.08.2024 21:52Erneut veränderte sich der Gesichtsaudruck von Niwan als Amunet erwähnte, dass nicht nur ihre Kindheit sehr schwierig war, Er hatte nicht damit gerechnet, dass die Frau ihm mehr über ihre Vergangenheit erzählen würde, denn solch ein Wissen war pure Macht. Niwan wusste dies, weswegen er sich die folgenden Worte der Frau direkt einprägte. Würde Amunet ihm jemals schaden, so würde er sich an diesen Moment erinnern und ihn als Waffe gegen Amunet nutzen. Es war eigentlich ziemich grausam, dass Niwan derartig handelte, dass man ihm am besten nie etwas über sich anvertrauen durfte, da die Chancen leider gar nicht so schlecht standen, dass Niwan sie irgendwann gegen einen selbst verwendete. Der Mann wusste nicht mal wieso er die Dinge so handhabte, er hatte es schon als kleiner Junge so gemacht. Das wohl schlimmste an all dem war, dass Niwan sich stets dabei im Recht sah, denn seiner Meinung nach, tat er das nur, wenn die andere Seite das verdient hatte. Rein obejktiv betrachtet ließ sich natürlich darüber streiten....
Erst als Amunet die Kurzschwerter erwähnte, bemerkte Niwan, dass er noch immer das eine davon in der Hand hatte. Sofort überreichte er es der Dame vor sich, denn er wollte dies nicht stehlen. Naja, zumindest heute Abend nicht. Er überreichte es Amunet bewuss so, dass sie das Schwert ohne Probleme am Griff nehmen konnte, damit sie es nicht an der noch warmen Stelle greifen mussge, auch wenn man sich daran nicht mehr wirklich verbrennen können sollte. "Aber immerhin ist dir eine Flucht gelungen.", meite er um das Gespräch wieder aufzugreife, wobei er versuchte möglichst optimistisch zu klingen. "Das Gefühl frei zu sein, war sicher ein gutes oder nicht?", fragte er nach,
Ein leises Lachen entkam Niwan bei den Wporten von Amunet. "Gerade das würde manch einer als aufdringlich werte." Bei dem Teil mit dem Dank schüttelte er Kopf. "Alles gut. Das ist nicht notwendig. Vielleicht kannst du dich ein anderes mal dafür revnachieren.", sagte er imt einem beinahe zuckersüßen Lächeln im Gesicht. Er nickte leicht. "Nun denn, nach ihnen mylady" Spielerisch wedelte er mit dem Arm vor sich her und leitete sonit eine kleine Verbeugung an, die zusätzlich signalisierte, dsssAmunet doch vorgehen sollte, kannte Niwan schließlich nicht den Weg,
Re: Kleiner Rückzug im Mondschein ( Niwan & Amunet)
von Amunet am 19.08.2024 20:24Sein Schmunzeln ließ mich etwas leichter entspannen auch wenn in dieses etwas verborgenes flimmerte was ich selber kaum wahrnahm. Der Brennende Schmerz an der Hüfte ließ langsam nach. Auch wenn es nur langsam abkühlte. Die letzte Wärme würde höchstwahrscheinlich eher langsamer abkühlen. Von wenigen Minuten bis hin zu einigen mehr. Das er was anderes meinte kam mir gar nicht in den Sinn. Was gab es an großartige Vorteile mit solchen Tagen? Men musste lernen mit den Schmerz zu leben, konnte alleine das kleine Detail nicht so einfach vergessen. Selbst wenn es in den hintersten Gedanken war konnte es einen durch den Wind bringen. In manchen Fällen konnte man vor lauter Angst erstarren und in größere Gefahren gelangen aus die man nur erschwert rauskäme. Neben dem abkühlen des brennenden Schmerzes wurde auch das Eisen des Kurzschwertes langsam abklingen. Die leicht rötliche Verfärbung an den Stellen wurde mininal zu ihrer silberwirkende Farbe. Ein paar Minuten würde es sicherlich noch eine wärme besitzen bis es ganz abkühlte und die Schwertscheiden nicht von innen beschädigen konnten.
Kurz nickte ich stumm als Niwan die kurze Stille unterbrach "Es war nicht nur meine Kindheit.." Kurz seufzte ich. Vielleicht schrie in meinen inneren das ich einfach alles sagen musste, wenn auch nicht in jedes noch so kleinste Detail. Etwas musste raus und je länger ich dies unterrückte desto lauter wurde diese Stimme. "die letzten Monate war es auch nicht anders gewesen" Ich blickte kurz auf meine beiden Kurzschwertern "Bis ich diese beide Kurzschwerter gefunden hatte..Blinde Wut und Hass hatten mich umhüllt und am ende meine Flucht ermöglicht" Erzählte ich etwas mehr. Nachdem ich die beiden Dinger gefunden hatte, wurde ich auch von jemanden gesehen. Mit einen guten Versteck hatte mich wenige Stunden hervorragend verstecken können bis der Herr der Villa durch den Gang lief. Zögerlich und mit einen Gefühlten Bluttrausch hatte ich mich auf diesen Mann gestürtzt und sein Leben beendet. Nachdem ich einige Taler geklaut hatte, war ich direkt auf den Fluchtweg gesen und hatt es irgendwie geschaft.
Tief in diesen Erinnerungen gefangen spürte ich nach wenigen Sekunden seinen Blick. Es konnte auch passieren das ich mich Stundenlang in diesen erinnerungen fand und schwer raus kam. "Nach eurer Hilfe kann ich wirklich nicht sagen das ihr aufdringlich wirkt. Im gegenteil..ich wüsste nichtmal was ich auch ein Dank geben könnte außer Taler und etwas Essen" Sagte ich und ein leichtes Lächeln konnte man erkennen. "Gerne kannst du mich etwas begleiten"
Niwan
Gelöschter Benutzer
Re: Kleiner Rückzug im Mondschein ( Niwan & Amunet)
von Niwan am 19.08.2024 18:39Ein kleines Schmunzeln erschien auf den Lippen von Niwan, hatte es einen ganz anderen Ausdruck als zuvorige Gesichtszüge dieser Art, die er bereits Amunet gezeigt hatte. Es wirkte wissend, hatte es keine direkte Freundlichkeit an sich. Wenn man keine gute Menschenkenntnis hatte, so würde einem der Unterschied wohl kaum auffallen, aber wenn man diese besaß, so würde man etwas undeutbares erkennen, wie als würde das Schmunzeln ein Geheimnis bewahren, was auf keinen Fall die Lippen von Niwan verlassen durfte. Denn Niwan hatte etwas ganz anderes gemeint als er davon sprach, dass solch grausame Taten auch einen Vorteil hatten. Doch was genau er damit meinte, würde er nicht sagen, er würde dieses kleine Missverständnis nicht aussprechen, denn dadurch würde nur seine wahre Art mehr zum Vorscheinen kommen. Doch diese wollte er niemanden zeigen, hatte er gelernt, dass es sich gut überlegen musste, wem er was an sich zeigte. Amunet kannte er viel zu wenig um einschätzen, wie sinnvoll es ihr seine größte Stärke und zugleich auch Schwäche zu beichten. So würde er das Geheimnis für sich behalten, nickte nur leicht und deckte nicht auf, was er eigentlich mit dem Vorteil meinte.... bevor man es ihm nachher noch negativ auslegte....
"Ich glaube nichts ist so hartnäckig, wie ein Kindheitstrauma.", gab er nach einer kurzen Pause des Schweigens mit einem tiefen Seufzen. "Aber ich hoffe dennoch, dass es dir wenigstens besser ergangen ist und dass du es schaffst trotz der schwere Erinnerugen ein anständiges Leben zu führen." Worte, die der Mann genau so aufrichtig meinte, wie er sie sagte, denn noch hatte Amunet ihm keinen Grund gegeben, ihr etwas schlechtes zu wünschen... und es wäre auch besser, wenn sich das nicht änderte. Aber aktuell stand die Dame in seiner Schuld, was an sich schon mal gar nicht so verkehrt war. Auch wenn Niwan nicht extra erwähnte, dass Amunet ihm etwas schuldete, denn vielleicht würde es einen besseren Zeitpunkt als diesen geben, wo sie ihre Schuld begleichen konnte. Vielleicht würden die beiden sich mal an einem Tag treffen, wo Niwan kurz vorm verhungern war, und sie könnte ihm dann die notwendige Nahrung stellen.
Der Mann mit den hellen Haaren musterte Amunet einmal, ließ seinen Blick von oben bis nach unten gleiten. "Auf die Gefahr hin aufdringlich zu wirken: Soll ich dich noch ein Stück begleiten? Nicht, dass du nachher doch noch in mitten dieser Straßen zusammenklappst. Wir wissen alle, dass dieser Ort alles andere als ungefährlich ist, besonders zu solch einer Zeit." Seine blauen Augen hefteten sich auf das Augenpaar gegenüber und ruhig wartete er ab, würde ihr all die Zeit zum nachdenken geben, die Amunte brauchte.
Re: Kleiner Rückzug im Mondschein ( Niwan & Amunet)
von Amunet am 18.08.2024 19:28Ich wusste das ich nicht die einzige war die solch eine Vergangenheit hatte. Andere Sklaven gab es auch, und das nicht zu wenige. Während es bei mir noch ruhig verlief wurden andere gefangen genommen. Wahrscheinlich wurden da neben Leben auch weit aus mehr genommen. In jedem Land es eine stille größe dieser Leute. Die größten Mächte bemerkten sowas kaum bis nie. Würden sich auch nie einen Dreck scherren das zu beenden. Die wenigsten Reichen die davon nutzten dieses wissen aus und besaßen ein oder mehrere Sklaven. Während den kurzen Wortwechsel ließ ich Nowan alles vorbereiten. Der Beobachtete Blick brachte auch seine Vorteile mit..sollte nochmal sowas vorkommen oder sowas ähnliches konnte ich mir im ersten Moment selber helfen. Mit der Zeit würden sich die Überlebenskünste verändern, während die einen Methoden verfeinert wurde, kämen neue dazu. Aufmerksam hörte ich ihm zu. Diese worte wahren leider wahr. Den Schmerz, die Ängste..gar den Zorn und Hass würd man nie verlieren. Er würde mit dem Herzen verschmelzen. Eine Narbe hinterlassen die ab und an mal in die hintersten Gedanken rutschen konnten bevor sie schlagartig als Bilder im Kopfe zu sehen war. "Leider hast du vollkommen recht. Selbst als es vor Jahren eine Zeit gab in der ich sowas nicht durch eine Hand spüren musste, so plagten mich diese rinnerungen und Gefühle die vielen Nächte" Seufzte ich etwas. "Als Vorteil sehe ich nur das zurückziehen und wachsamkeit...ich will nicht wieder ein Leben in täglicher Folter leben. Daher bin ich auch misstrauisch bei so gut wie jeder Person der ich begegne" Sagte ich weiter. Ich vertraute Niwan soweit das ich dies sagen konnte.
Niwan
Gelöschter Benutzer
Re: Kleiner Rückzug im Mondschein ( Niwan & Amunet)
von Niwan am 18.08.2024 19:08Immer ma wieder hatte Niwan zu Amunet aufgeblick als diese von ihrer Kindheit erzählte. Jedoch wollte er nicht sonderlichviel zeit verlieren, weswegen er bereits bei ihren Erzählungen begann alles für die Desinfektion und Schließung der Wunde vorzubereiten. Allem Anschein nach hatte Amunet auch schon einges durchmachen müssen, nicht dass es Niwan wunderte. Jeder der hier durch diese Gassen wanderte, konnte eine tragische Geschichte aus der Vergangenheit erzählen, andernfalls würde man sich wohl kaum hier aufhalten. Zwar hatte er Mitleid, aber nicht im klassischen Sinne. Er wünschte niemanden solch schlechte Erfahrungen, naja fast niemanden, aber dennoch wusste er, dass es zum Leben hier dazu gehörte, weswegen es wohl eher Verständnis als Mitleid. Mitgefühl, das war das Wort, was es am besten beschrieb! "Das was man am liebsten vergessen würde, behält man am längsten im Kopf. So qualvoll es die meiste Zeit über ist, kann es manchmal auch einen Vorteil haben." Niwan wusste genau wovon er sprach, denn er merkte sich jede noch so kleine Ungerechtigkeit, die man ihm antat, nur um sich irgendwann bei den entsprechenden Personen rächen zu können. Es war sicherlich nicht die feine englische Art, derartig zu agieren, aber Niwan war kein nobler Mann, der sich solche Sachen erlauben konnte. Er musste überleben...
Er zeigte keinerlei Reaktion als Amunet zische, sobald das heiße Metall ihre Haut berührte. Ihm war klar gewesen, dass es an der Frau nicht spurlos vorbei ging. Sie hatte ziemlich gut reagiert, wahrlich nicht der erste Schmerz, den sie erleben musste. Bei ihrer Bestätigung sah er sich die Wunde erneut an. "Zwar bin ich kein Doktor, aber meiner Einschätzung nach stehen die Chancen gut, dass alles anständig und ohne große Komplikationen verheit."
Re: Kleiner Rückzug im Mondschein ( Niwan & Amunet)
von Amunet am 18.08.2024 17:46"Wo genau ich geboren wurde kann ich nicht sagen. Meine Leibliche Eltern gaben mich fort als ich noch ein Baby war und ich wuchs.." Kurz hilt ich inner. "Bei einem Mann auf den ich nicht gerne wieder begegnen würde" Die ersten jahren hatte er sich erstaunlicherweiße gut um mich gekümmert. Vieles hatte ich zwar gelernt, doch das meiste bestand darin eine gehorsame Frau zu werden die jeden Mann glücklich machen konnte egal was dieser tun würde. Da ich mit anderen in diesen Alter kein Kontankt hatte glaubte ich diesen Worten als seien sie die Gesetzte von fremden Göttern. Doch mit der Zeit fand er in mir eine neue Geldquelle und da er mich erzogen hatte, glaubte er zu wissen das ich alles über mich ergehen lassen würde und mich nicht im geringsten wehren würde. "Hinter dem Meer hab ich viele Orte gesehen..die meisten würde ich am liebsten vergessen, doch sie sind lästig wie Schatten und lassen nicht los. Egal wie sehr ich es auch versuche.. " Fügte ich mit leiser Stimme hinzu. Selbst in den Träumen waren sie meistens da, plagten mich wo es nur ging. Kurze Momente ließen mich ablenken, die Schatten verkleinern. Ich legte leicht den Kopf schief als ich seine Überraschung in den Augen sah. So schnell auf eine Antwort hatte er wohl nicht gedacht. Übel nehmen konnte man es ihm nicht wirklich. Doch besser war keine Zeit zu verschwenden. Nachdem diese Überraschung aus seinen Blick verschwand folgte ich etwas seinen Blick auf eines meiner beiden Kurzschwerter. Der Blick ließ mich erahnen das er eines bräuchte und wenn es half dann würde ich ihm für diese kurze Zeit das Teil überallen. Aufmerksam hörte ich dem Mann zu. Im Notfall konnte es jeder tun, zumindest wenn man das wusste. Es dauerte nicht lange bis ich erwärmte Eisen auf meiner Haut spürte. Ich zischte kaum hörbar auf, doch meine geschlossenen Augen zeigten das es Schmerzhafter war als gedacht. Nach einigen Sekunden gefühlt öffnete ich blinzelnd meine Augen. In diesen Moment hörte ich seine Frage und nickte "Natürlich"
Antworten


