Elijah & Tallulah's Geschichte: Teil 1 - Jeder fängt mal klein an
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Elijah & Tallulah's Geschichte: Teil 1 - Jeder fängt mal klein an
von Tallulah am 20.02.2025 11:26Zeit: vor etwa 13/14 Jahren (Talli ist gerade 5/6 Jahre alt und Elijah so 10/11)
Ort: eine Nachmittagsveranstaltung der Oberschicht im Ratshaus
Normalerweise fanden die Zusammentreffen der Oberschicht, sofern es sich nicht tatsächlich um Ratsversammlungen oder dergleichen, kurz also Arbeit, handelte, eher in den späten Abendstunden statt. Wenn sich die Sonne bereits hinter den Bergen und Sanddünen versteckte oder nur noch ein goldener Schleier sich in der Abenddämmerung über die Stadt legte und alles in eine heilige Atmosphäre tauchte, als würde die Stadt leuchten. Wenn die einfachen Arbeiter in ihren einfachen Betten schliefen, vom Tagewerk erschöpft, sich zwielichtige Gestalten in den schmalen Gassen des Untergrundes herumtrieben und die gaststätten egal welcher Schicht reich gefüllt waren mit spielfreudigen und erlebnislustigen gestalten. Denn die Stadt schlief nie.
Doch Tallulah war noch zu jung, um zu so einer späten Stunde noch wach zu sein. Sie würde es nicht einmal schaffen die Augen offen zu halten, um den spektakulären Sonnenuntergang über der Wüste zu erleben, so schön er auch sein möge. Denn das junge Mädchen war erst ein paar Jahre alt. Und zu allem Überfluss war sie erst vor wenigen Monaten hier gelandet. Bereits verblassten die zwarten Erinnerung an eine zeit, bevor Isadora Caldwell, die mächtige Magnatin von San Valdura, sie adoptiert hatte, aus ihrem Leben davor gerissen und in diese vollkommen neue andere Welt verpflanzt hatte. Und nun von der kleinen Talli erwartete, sich so schnell wie möglich einzuleben. Was die kleine auch fleißig tat, so wie es ihr eben möglich war. Doch Kinder sind je bekanntlich zäher und anpassungsfähiger als mancher Erwachsene. Sie hatte als erstes alles gelernt, was man als erstes an ihr bemerken würde. Wie man sich zu verhalten hatte. Benehmen, Auftreten, Wortwahl, Konversation, Eleganz, waren nur ein paar Punkte ihres vollen Zeitplan gewesen. Und das obwohl sie zur Adoption gerade erst einmal 5 Jahre alt gewesen war. Was genau der Grund war, dass das Caldwell-Familienoberhaupte Tallulah zu sich geholt hatte, war ihr unbekannt und die Dame reagierte auch nicht gerade freundlich darauf wenn man sie fragte, daher hatte Talli es balb aufgegeben. Ihre Zeit würde kommen.
Und nach all dem Lernen wie man geht, steht, spricht, jeden Tag, monatlang von früh bis spät, war das Mädchen nun, doch deutlich eher als man angenommen hatte, so zumindest tuschelten die Angestellten, nicht das Isadora ihr etwas direktes gesagt hätte, bereit in die hohe Gesellschaft von San Valdura eingeführt zu werden. Ein großer Tag für das kleine Mädchen.
Der große Besprechungraum des Ratshauses war elegant aber dezent geschmückt. Gerade genug, um dem Anlass der Einführung in die Gesellschaft eines Nachkommen eines Ratsmitgliedes würdig zu sein, aber eben auch nicht zu pompös, wie diverse Abendveranstaltungen es zu sein pflegen. Ein wenig Schmuck hier und da in einem absolut reingeputzten Raum. Die Fenster standen einen Spalt offen und fingen die gelegentlichen Winde ein, die sich ihren Weg zu den Fenstern des beindruckenden Gebäudes bahnen konnten und ließen die leichten weißen Vorhänge sanft hin und her wieden. An einer Seite des Raumes war ein üppigen Büffet aufgebaut. Zwar war die Mittagszeit gerade erst verstichen, was niemanden abhielt, sich mehr als gelegentlich an den ausgestellten Speisen, jeder Geschmacksrichtung reichlich zu bedienen. Immerhin hatte man ja das Geld für derlei Pomp, dann wollte er auch gelebt werden.
Vertreten waren an diesem Tag trotzdem relativ wenige Vertreter der Oberschicht. was natürlich allein dem Zweck galt das junge Mädchen nicht mit zu vielen neuen Gesichtern zu überfordern, welches nun doch etwas unsicher neben ihrer neuen Mutter eben jenen Raum betrat. Sie trug ein weißes Kleidchen, das um ihre Knöchel schwang bei jedem Schritt und di blonden Haare gingen ihr gerade einmal bis zur Schulter. Bis zur Adoption musste sie wohl kurze Haare gehabt haben, den länger waren sie noch nicht gewachsen. Das Gesicht des Mädchen spiegelte eine Mischung auf Faszination und Angst wieder. Obwohl man ihr eingebleut hatte, ihre Miene unter Kontrolle zu halten, eine der Lieblingslektionen von Isadora, war es ihr noch nicht möglich sich vollends zu verstellen. Auch war sie etwas zappelig, was ihr den einen oder anderen bösen Blick der Dame einbrachte.
Der Plan war es nun Tallulah der Reihe nach den wichtigen Persönlichkeiten der Stadt vorzustellen. Den Anfang sollte aber keiner der hohen Tiere machen. Man, und das heißt Isadora, hatte sich bewusst den Sprössling der Sinclairs machen. Von ihrer Mutter kam die Antwort, es wäre einfacher mit einem anderen Kind anzufangen, denn der Junge musste nur wenig älter als sie sein. Von den Angestellten hatte sie gehört, es läge daran, dass, sollte Talli keinen guten Eindruck machen, der Schaden bei jemdnem wie ihm nicht so schlimm wäre. was das bedeutet wusste das Mädchen nicht, sie freute sich stattdessen endlich ein anderes Kind kennenzulernen.







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