Don't let the pressure break you - Tallulah & Elijah [Beendet]
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Don't let the pressure break you - Tallulah & Elijah [Beendet]
von Elijah am 10.08.2024 10:51Die ersten Sonnenstrahlen fielen durch die Glaskuppel des Versammlungsraums. Eigentlich hätten sie Elijah wärmen sollen, in San Valdura gab es kaum Tage, die nicht von drückender Wärme gezeichnet waren. Trotzdem hatte er mit Kälte zu kämpfen, welche ihm in Form eines Blickes, beinahe zu durchbohren schien - Natürlich war hierbei die Rede von Isadoras Caldwells berüchtigten blauen Augen, die ihm bereits seit Beginn der Versammlung nicht losgelassen hatten. Ephraim Sinclair übertrug seinen Nachkommen mehr und mehr Verantwortung, darunter zählte auch die heutige Versammlung, in welcher Elijah die Aufgabe zuteilwurde, eine prekäre Nachricht zu überbringen. Die Information hatte dafür gesorgt, dass nun alle Augenpaare des Saals auf ihm ruhten. Natürlich waren die anderen Stadträtlern alles andere als erfreut - wer wäre das schon, wenn einer aus ihren Reihen, hinterrücks den Vertrag eines Geschäftspartners, von jenseits des Meeres unterzeichnete?
Lass dich nicht von ihrem Auftreten einschüchtern. Klangen die Worte seines Vaters in Elijahs Kopf. Sie sind wie Geier, die seit Tagen keinen Aaß mehr gefunden haben. Sie werden sich auf deine Schwäche stürzen, also darfst du keine zeigen. Unter keinen Umständen. Der junge Mann hob leicht das Kinn, straffte unmerklich die Schultern und hielt den Blick der älteren Frau stand. "Dieser Vertrag wurde ohne unser Wissen ausgehandelt." Victor Sterling hatte den Kopf auf die zusammengefalteten Hände gestützt, er wirkte wie ein Wolf, der seine Beute langsam umkreiste. Wenn ihm Isadoras Blick frösteln ließ, brannte er unter Victors Augen. Auch wenn jede Faser seines Körpers aufs äußerste gespannt war, klang Elijahs Stimme klar und fest durch den Raum. "Das wurde er." Diese Tatsache war schließlich nicht zu leugnen. Er wandte seine eigenen blassblauen Augen nun den gold Jakal zu. "Mr. Copperfield steht bereits seit langen mit meinem Vater im Kontakt, er ist nicht nur ein Geschäftspartner, sondern auch ein guter Freund. Deswegen hielt es mein Vater nicht vonnöten, euch vor Unterzeichnung zu informieren. Es ist ein Geschäft auf Vertrauenbasis." "Ein unsicheres Geschäft auf Kosten unserer Finanzen", die Stimme des Chief Sheriffs war tief und dunkel. "San Valdura und vor allem die Stadtkasse gehört nicht euch Sinclair, benötigt ihr diesbezüglich eine Erinnerung?" Ein dünnes, höfliches Lächeln umspielte die Mundwinkel des jungen Mannes, als er sich Boone Hawthorne zu wandte. "Wenn ihr mich bitte aussprechen lassen würdet", seine Stimme hatte etwas Spitzes, die Gereiztheit konnte er nicht vollständig verbergen, "hätte ich euch bereits mitgeteilt, dass mein Vater die Güter hauptsächlich aus eigener Kasse finanzieren wird. Er bittet lediglich um eine kleine Mitgift - ich möchte daran erinnern, dass diese Fracht uns allen, San Valdura, zu Gunsten kommen wird." Aus der hinteren Ecke erklang ein kurzes, abfälliges Schnauben seitens Everton - doch er äußerte sich nicht weiter. Stattdessen erhob Fiona Vance das Wort, ihre Stimme weich und sanft, wie eh und je. "Wenn Ephraim Sinclair meint, eine solche Lieferung aus eigener Tasche zu bezahlen, werde ich ihm nicht davon abhalten. Eine kleine Mitgift bezahle ich, der Vorteil, den unsere Stadt durch eine Lieferung dieses Ausmaßes zieht, ist schließlich nicht zu leugnen. Euch muss jedoch bewusst sein Sinclair." Da war dieses Lächeln auf ihren Lippen, welches Elijah ab und an eher an ein Raubtier erinnerte, als an eine gütige Gläubige. "Das für den Transport der Waren ganz allein ihr zuständig sein werdet." Die Priesterin warf Boone Hawthorne einen vielsagenden Blick zu. "Meine Leute sind ohnehin zu beschäftigt", der Sheriff brauchte keine Sekunde, um sich einzuhaken. "Für den Transport, werdet ihr euch also irgendwie eigene Fachkräfte suchen müssen."
Als die Versammlung endete, war es als würde Elijah ein Stein vom Herzen fallen. Kurz blickte er den anderen Stadträtlern nach, die bereits zielstrebig das Ratshaus verließen - ein tiefes Seufzen konnte er nicht mehr zurückhalten. Der junge Mann schob sich in einer hastigen Bewegung eine der hellen, langen Locken hinter sein Ohr, während er noch in Eile seine Unterlagen sortierte. Dass jemand mit ihm im Versammlungsraum geblieben war, fiel ihm nicht direkt auf. Erst als versehentlich eine der Seiten fallen ließ und sich danach bückte, blickte er auf.
Re: Don't let the pressure break you - Tallulah & Elijah
von Tallulah am 10.08.2024 12:33Als Tallulah vor einigen Jahren das erste Mal an einer Ratsversammlung teilnehmen durfte, damals natürlich zu rein informatorischen Zwecken und ohne das ihre Meinung jemanden interessierte, hatte sie stets direkt hinter Isadora gesessen. So als müsste sie ihre Zugehörigkeit durch ihren Sitzplatz in ihrer Nähe unter Beweis stellen. Nicht, das jemand der anderen diese angezweifelt hätte, es galt immer ihren Standpunkt zu stützen, quasi zustimmende Meinungen hinter sich zu haben. Mit der Zeit jedoch wanderte Talli mit ihrem Platz fast durch den gesamten Raum. Nie zu nah an einem anderen Ratsmitglied dran, um keine Zugehörigkeit zu zeigen. Der Grund war allein, den perfekten Platz zu finden, um alle gleichzeitig im Blick zu haben. Denn, und das hatten die Jahre gezeigt, der Gesichtsausdruck war manchesmal aussagekräftiger als ihre Worte. Heute jedoch liefen beide bei den meisten auf das selbe hinaus, zumindest bei denjenigen, die sich auch in Worten gegen Elijahs Ansage richteten. Tallulah warf ihrer Mutter immer wieder aufmerksame Blicke zu, um bereits einschätzen zu können, ob sie sich später nach ihrer Meinung erkundigen würde. Was abhängig davon war, wie sie selber dazu stand. Inzwischen zählte die Meinung des Mädchen nicht ganz unerheblich. Doch umso heikler und damit wichtiger eine Sache war, umso weniger war dies der Fall. Erfahrung sprach man ihr nach wie vor ab. Nicht dass Talli mit etwas anderem rechnen würde. Respekt galt sich zu verdienen. Und so hatte auch sie währnd Elijah sein Anliegen vortrug, über seine Worte gesonnen und, wie alle andere, die Vor- und Nachteile abgewägt. Ehrlich gesagt war sie sogar wenig überrascht, dieser Handel trug unverkennbar den Namen Sinclair. Immerhin waren sie doch genauso hier her gekommen. Und genau das war auch der Grund warum sie nicht umher kam, eine gewisse Bewunderung zu empfinden, die inzwischen nicht mehr nur rein wirtschaftlicher Art war. Doch davon durfte niemand in diesem Raum erfahren, es würde ihr Ansehen schädigen, wenn jemand auf den Gedanken kam, was sie für Elijah empfinden könnte. Von daher ließ auch sie sich, wie immer, nichts anmerken, was sie dachte oder fühlte. Nur mit einem kurzen Kopfnicken gab sie ihrer Mutter also am Ende versammlung zu verstehen, dass sie nachkommen würde. Vieleicht dachte Isadora, sie würden dem jungen Mann den Kopf waschen wollen, vieleicht würde er auf eine frische Meinung eher hören. Egal was sie dachte, Vertrauen hatte sie unerschütterlich ins Talli und so verließ sie mit den anderen Ratsmitgliedern den Raum. Eine Augenblick, nicht mehr als einen Atemzug lang, sah sie ihnen hinterher mit einem Ausdruck auf dem Gesicht, den man nicht mal deuten konnte, wenn man sie kannte. Dann erhob sie sich und wandelte vollkommen lautlos zwischen den Stühlen zu dem Tisch an dem Elijah noch seine Unterlagen sortierte. Und, zunächste ebenso wortlos, blieb sie davor stehen, um ihn seine letzten Handgriffe in Ruhe erledigen zu lassen. Als ihm ein Blatt auf den Boden fiel, ging sie damenhaft in die Hocke, hob es auf und hielt es ihm hin. Ihr Blick nach wie vor nicht mehr als abwägend.

Re: Don't let the pressure break you - Tallulah & Elijah
von Elijah am 10.08.2024 13:28Elijah war sich unsicher, was er von den Ergebnis der Versammlung halten sollte. Die anderen Ratsmitglieder waren unzufrieden, das war nichts neues, doch er fragte sich, ob dieser unterzeichnete Vertrag seines Vaters die richtige Entscheidung gewesen war. Über die Jahre, hatte der blonde Mann die Taktiken seines Vaters ganz genau beobachtet, Ephraim hatte ihm gelehrt, mit welchen Mitteln man einen Geschäftspartner in die Ecke drängte. Sein Vater liebte es, die Fäden zu ziehen und allem voran andere spüren zu lassen, welche Macht er besaß. Ihm schien die seltsame Mischung aus Missgunst und Vertrauen zu reizen - seine nächsten Schritte sollten stets unvorhersehbar sein. Du befindest dich in keiner Position, meine Entscheidungen infrage zu stellen, Elijah. Ein solches Privileg musst du dir verdienen. Also tat er es nicht, zwang sich stattdessen, die Gedanken beiseite zu schieben und presste die Lippen aufeinander. Fast, beinahe, hätte er sich erschrocken, als er sich nach dem heruntergefallenen Blatt bücken wollte, aber ihm eine andere, kleinere Hand zuvor kam. Beim aufblicken begegnete er den grünen Augen Tallis. Der junge Mann war mal wieder in seinen eigenen Gedanken gefangen gewesen, er hatte die Adoptivtochter der Caldwells gar nicht bemerkt. "Ich danke dir", seufzte Elijah, als er den Papierbogen entgegen nahm und mit den behandschuhten Fingern kurz noch eine Falte glatt strich. Auch die Augen von Tallulah, hatte er während der Versammlung auf sich gespürt - natürlich, sie war Isadoras Liebling, ihr perfektes Abbild. Ruhig und kalkulierend - Elijah fand, das sie von den anderen Mitgliedern des Stadtrats aufgrund ihres Alters oft unterschätzt wurde. Er würde diesen Fehler nicht begehen, er wusste ihren Verstand zu schätzen. Sein Vater hatte ihm stets eingetrichtert, dass er sich nicht zu sehr mit den Nachfolgern der anderen Ratsmitgliedern anfreunden sollte. Ein höflicher Abstand war angebracht. Dennoch fühlte sich Elijah in Tallulahs Anwesenheit sehr viel wohler, als in der ihrer Adoptivmutter oder den anderen Stadträtlern. Vermutlich, weil er sie von Klein auf kannte. "Kann ich dir mit irgendwas helfen, Tallulah?" Erkundigte er sich bei ihr, während sich ein schmales, höfliches Lächeln auf seinen Gesicht abbildete. Egal wie sehr Elijah es versuchte, er konnte ihren Blick nicht deuten. Ob Talli ihm gleich ihre Meinung, auf ihre eigene, eher kühle Weise, geigen würde?
Re: Don't let the pressure break you - Tallulah & Elijah
von Tallulah am 10.08.2024 14:12Nachdem Elijah das Blatt entgegen genommen hatte, stand auch Talli wieder auf. Sie war zwar nicht direkt klein, allerdings musste sie trotzdem zu dem jungen Mann aufsehen. Jedoch hatte sie as noch nie gestört. Vermutlich hatte es, im Gegenteil, eher befördert wie sie von ihm dachte. Simple Psycholgie, so simpel dass man es fast nich wahr haben mochte, was der Eindruck reiner Äußerlichkeiten bewirken konnte. Sei es nun Auftreten oder die einfache Körpergröße. Oder das man eine ähnliche Haarfarbe hatte, was zwar keine eigene Errungenschaft war, jedoch trotzdem eine Gemeinsamkeit, die sich positiv auf das Bild auswirkte, dass eine andere Person auf einen erweckte. Doch hing Tallulah wieder ihren Gedanken hinterher und analysierte Winzigkeiten, wo ihr doch eine direkte Frage gestellt worden war. Einen Wimpernschlag nahm sie sich noch die Zeit sein Gesicht zu betrachten. Makellos."Du hast das heute gut gemacht." Antwortete sie dann, fast schon leise. Allerdings war der Raum bis auf die beiden auch menschenleer und hallte nicht ganz unerheblich, weswegen es sowieso nicht nötig wäre, die Stimme zu erheben, selbst wenn es nicht Tallis Art wäre. Ihr ihrer Stimme lag keinerlei Scherz oder Übertreibung. So selbstverständlich, wie als hätte man lediglich bemerkt, dass heute die Sonne schien. Wie ernst sie ihre Worte meinte, erkannte man nur, wenn man wusste, dass Talli mit Komplimente fast genauso sparsam umging, wie ihre Mutter. Vermutlich hatte sie es auch von ihr gelernt. Doch in diesem Moment schien es ihr hilfreicher, als sich über die Sinnhaftigkeit der von seinem Vater geplanten Aktion zu erklären, wo sie doch nicht genau wusste, wie Elijah selbst dazu stand. Sicher hatte er die ganze Sache mit größter Hingabe und Ernthaftigkeit vorgetragen, doch wurde ja auch nichts anderes von ihm erwartet. Und ihm Ansichten zu unterstellen lag dem Mädchen fern. Sollte sich die Gelegenheit ergeben, würden sie sich darüber unterhalten. Doch vorerst sollten ein paar freundliche Worte, auch wenn sie aus dritter Perspektive weniger freundlich klangen mögen, für Tallulah allerdings ein ganz erhebliches Maß an Emotionaität darstellten, mehr Wert sein.

Re: Don't let the pressure break you - Tallulah & Elijah
von Elijah am 11.08.2024 01:53Die Worte der jungen Frau machten Elijah kurz stutzig, er wusste, das solche Komplimente aus Tallulahs Mund äußerst rar waren. Irgendwie löste es ein Gefühl der Erleichterung in seiner Brust aus - die kurze Bestätigung, nicht versagt zu haben - doch es schwand so schnell, wie es gekommen war, als sich der junge Mann daran erinnerte, das letztendlich nicht Tallulah entschied, ob er etwas gut gemacht hatte. Der Blonde hatte oft genug zu der Erkenntnis kommen müssen, das etwas, das sich richtig anfühlte, nicht immer richtig war. Dennoch zuckten seine Mundwinkel kurz, weiteten das höfliche Lächeln ein wenig. Die Meinung der Jüngeren war ihm nicht egal, im Gegenteil. "Findest du?" Hakte er nochmal nach, ehe er die Papiere mit einer Hand an seine Brust drückte, um sich langsam, mit elegant federnden Schritt, Richtung Ausgang des langen Saals zu bewegen. Mit einer kurzen, einladenden Handbewegung, machte er Talli klar, ihm zu folgen. "Ich bezweifle, dass das die anderen Ratsmitglieder so sehen." Fuhr er im Gehen, leicht seufzend, fort, die Lippen wieder zu einer feinen Linie geformt. Dieses Stückchen Ehrlichkeit, konnte er sich erlauben, entschied Elijah. Es war ohnehin nichts, was Tallulah übersehen haben könnte - alles andere zu behaupten wäre eine dreiste Lüge, die Elijah nicht mal wagte sich selbst aufzubinden. Ihre Adoptivmutter höchst persönlich würde sicherlich noch früh genug über ihn schimpfen. Elijah schlug mit Talli den Weg zum Arbeitszimmer seines Vaters ein, in welchem er die Verträge, die letztendlich glücklicherweise noch unterzeichnet worden waren, verstauen würde.
Re: Don't let the pressure break you - Tallulah & Elijah
von Tallulah am 11.08.2024 08:57Aufmerksam beobachtete Tali seine Reaktion, ohne jedoch zu starren oder ihn unter Druck zu setzen. Da auch Elijah mit Gefühlen, zumindest ihr gegenüber, nicht gerade hausieren ging, freute sie umso mehr, ehrlich Freude in seinem sonst so ruhigen Gesicht zu sehen. So flüchtig und dezent wie es auch gewesen sein mochte. Es bestätigte ihre Hoffnung, die richtigen Worte gewählt zu haben. Wobei es natürlich nicht das eigentliche Probem dieses Falls lösen würde, da gab sich die junge Frau auch keiner Illusion hin. Für den Anfang würde es jedoch erst einmal genügen. Vorerst begann sie in geschmeidigen Schritten Elijah zu folgen, als dieser, seine Unteragen nun vollständig versammelt, sich aus dem Saal bewegte. Den Weg den er einschlug, erkannte Tallulah auch sofort, immerhin war sie ebenso im Ratshaus aufgeachsen. Bei Gehen verschränkte sie die Hände hinter dem Rücken und hielt sich wie immer kernzengerade, das machte sie oft so um sie nicht haltlos herunterhängen zu lassen. Es gab ihr das Gefphl etwas im Griff zu haben. Dabei dachte sie über Elijahs Worte und Frage nach. Das er ihre Meinung schätzte freute sie sehr. Immerhin hatte er ihr mehr Erfahrung voraus. "In der Tat." Antwortete sie deshalb ruhig und sah aus den Fenstern an denen sie vorbei liefen und vor denen sich das Leben der Stadt abspielte. Wenn der Plan seines Vaters gelang würen sie alle davon profitieren können. Dann wandte sie sich wieder jenem zu. "Die Idee wird nur so lange ihren Unmut erregen, wie sie nicht zu einem positiven Abschluss kommt. Misstrauen wurde ihnen in die Wiege gelegt. Sie bevorzugen was sie kennen, was sie kontrollieren können, die ruhige Routine. Lass sie murren und stafe sie Lügen. Bestreiten kann allerdings niemand dein beeindruckendes Auftreten heute." Beendete sie den, für sie ungewöhnlichen langen, Satz mit einem kleinen Kompliment.

Re: Don't let the pressure break you - Tallulah & Elijah
von Elijah am 11.08.2024 17:15Während Elijah mit einem leisen Klimpern den Schlüssel zum Büro aus seiner Tasche kramte, hörte er Talli aufmerksam zu. Die Worte der jungen Frau ließen ihm sacht den Kopf in eine Richtung wiegen, sie hatte nicht unrecht, dennoch bestätigten ihre Worte seine Vermutung, das vom Erfolg dieses Transports sehr viel Abhängig war. Das dünne Seil, auf den sein Vater so gerne balancierte, würde nur vom zerreißen verschont bleiben, wenn er erfolgreich war. Mit einem Klicken öffnete der junge Mann die Tür, das Büro war ihm bereits vertraut, seit seiner Kindheit hatte er Stunden damit verbracht, dem Stadtrat bei der Arbeit zuzusehen. Ephraim Sinclair hatte sich für Ebenholz entschieden, was die Möbelierung seines Zimmers betraf. Das dunkle Holz gepaart mit der Lederpolsterung gab ein elegantes Bild ab - gleichzeitig ließ es Elijah mit seinen hellen Klamotten und blonden Locken hervorstechen. Irgendwann, würde er dieses Zimmer erben - auf den Schreibtisch Stuhl seines Vaters sitzen. "Du hast wohl recht", stimmte er der Jüngeren schließlich zu, während er die Unterlagen fein säuberlich in eine der Schublade räumte. Unweigerlich wurde seine Haltung noch etwas gerader, als Tallulah sein Auftreten als beeindruckend beschrieb. Elijah hätte es zwar niemals zugegeben, doch er fühlte sich von den Worten geschmeichelt. Dennoch war dieses Verhalten sehr untypisch für die blonde Frau, sodass es schon wieder fast ein wenig seinen Misstrauen kitzelte, den ihm sein Vater über die Jahre hinweg antrainiert hatte. "Ich danke dir für deine ehrlichen Worte", kurz musterte er Tallulahs Gesicht, auf irgendwelche Anzeichen, die etwas darüber verrieten, weshalb sie ihm diese lobenden Worte schenkte. Ihre Mimik blieb allerdings unlesbar, wüsste er es nicht besser, wäre Elijah nie auf den Gedanken gekommen, das Tallujah keine leibliche Tochter Isadoras war. Ihr Auftreten ähnelte dafür viel zu stark dem, ihrer Adoptivmutter. "Soll ich dich vielleicht nach Hause begleiten?" Erkundigte er sich, nachdem er das Zimmer wieder abgeschlossen hatte und seinen Blick den leeren Flur entlang schweifen ließ. Es gehörte nur zum guten Ton, eine Dame wie Tallulah nicht alleine durch die Straßen San Valduras ziehen zu lassen, auch, wenn das weiße Viertel der Oberschicht das sicherste der ganzen Stadt war.
Re: Don't let the pressure break you - Tallulah & Elijah
von Tallulah am 11.08.2024 20:03Mit federnem Schritt folgte sie Elijah weitr durch die Gänge bis hin zum Büro seines Vaters. Während er seine Unterlagen verräumt wanderte sie ziellos im Zimmer herum. Sie wollte ihn durch ihre Blicke nicht unter Druck setzen oder gar des spionierens verdächtigt werden, weshalb sie nur gedankenverloren über die Lederarme der Couch strich und darüber nachdachte,wie sehr dieses Zimmer den Charakter des Stadtrats persönlich wiederspiegelte. Feinste Materialien, erstklassig bearbeitet, sorgfältig aufeinander abgestimmt und zusammenpassend. Ein stimmiges Bild von Perfektheit. Nichts anderes wurde von ihnen erwartet und nichts anderes erwarteten sie von ihren Sprösslingen. Insgeheim war Tallulah daher immer sehr froh, wenn man sie mit ihrer Mutter verglich, denn es hieß, dass sie erfolgreich war un so gesehen wurde, wie sie gesehen werden musste. Anschein war alles was zählte. Und wenn es ihr auch ein ruhiges Leben sicherte, so zogen sich doch, mit jedem dieser Vergleiche, die Fesseln dieses goldenen Käfigs enger um sie. Manchmal fragte sie sich, ob auch die anderen der Elite es so empfanden. Oder gar Elijah. das dieser sie aufmerksam musterte, entging ihr darüber nicht. Natürlich waren ihm ihre ungewöhnlich positiven Worte aufgefallen. Wenn das auch der Sinn war, hatte es wie jede Medaille zwei Seiten. Denn da für sie ungewöhnlich, würe es sofort hinterfragt werden. Sie würde sich also selbst damit erklären, sollte es zur Sprache kommen, das gute Taten auch Lob verdienten, unabhängig von der eigenen Haltung zur Äußerung solcher und deren Seltenheit. Bevor er, nach dem Verräumen der Unterlagen, wieder an der Tür angekommen war, hatte Talli bereits vor ihm den Raum verlassen und wartete davor auf ihn. Schnell überlegte sie, wie sie am besten vorgehen würde. Denn der Plan war nach wie vor, nach Ende dieses Treffens in die Stadt zu gehen. Was Elijah vorerst nicht zu erfahren brauchte. "Ich werde noch etwas Arbeit erledigen." Keine Lüge. "Und später erst nach Hause gehen." Auch keine Lüge. "Aber vielen Dank für das Angebot." Sie neigte leicht den Kopf zur Bekräftigung ihrer Worte und weil ihr diese höfliche Geste so beigebracht wurde. "Gehst du schon nach Hause?" Konnte sie allerdings nicht verhindern, ob ihrer Neugier, zu fragen. Obwohl ihr Tonfall nicht über rein belanglose Geplauder hinaus ging.

Re: Don't let the pressure break you - Tallulah & Elijah
von Elijah am 13.08.2024 23:24Die Worte der Frau bedachte Elijah nur mit einem Nicken, er vermutete nicht im Geringsten, dass es sich hierbei um einen Vorwand handelte. Welchen Grund sollte die Blonde auch haben, ihm zu belügen? Der Sohn des Stadtrats war selbst immer schwer beschäftigt, nach dem heutigen Ergebnis der Versammlung, würde sich diese nur doppeln. Kurz wurde dem Blonden etwas schwindelig, als er daran dachte, den ganzen Transport der Fracht allein auf die Beine stellen zu müssen. Sein Vater würde ihm jedenfalls sicherlich nicht helfen, immerhin hatte er ihm die gesamte Verantwortung über den Vertrag übertragen. Elijah war also nicht gerade Böse darum, das Talli scheinbar andere Pläne hatte und nicht von ihm nachhause begleitet werden musste - umso eher er mit der Planung anfing, desto besser. "Dann wünsche ich dir viel Erfolg bei deiner Arbeit", antwortete der junge Mann im höflichen Tonfall, während sie den langen Flur entlang, Richtung der großen Flügeltüren des Ausgangs schritten. Über Tallis Frage musste er nicht lange nachdenken, Elijah unterdrückte ein Seufzen, "Ja, das werde ich. Ich soll meinen Vater berichten, wie die Versammlung gelaufen ist", der Part bereitete ihm am meisten Bauchschmerzen, doch von diesen Gefühlen ließ er sich nichts anmerken, sein Gesicht war auf Neutralität getrimmt, genauso wie das von Tallulah. "Und wahrscheinlich werde ich mich auch gleich mit den Vorbereitungen des Transports befassen. Dass uns die Behörde nicht unterstützen wird, könnte...", ganz bewusst wählte er nicht das Wort Hidernis, auch, wenn es ihm als Erstes in den Sinn kam, "...eine Herausforderung darstellen, aber nichts, mit dem wir nicht umgehen können." Ein glaubwürdiges, zuversichtliches und selbstbewusstes Lächeln umspielte seine Mundwinkel, als er draußen angekommen, sein Pferd losmachte. Thales, sein kräftiger Rappe aus einer ausgezeichneten Zucht, begrüßte ihm mit einem leisen Schnauben.
Re: Don't let the pressure break you - Tallulah & Elijah
von Tallulah am 14.08.2024 11:44Nickend bedankte sich das Mädchen und wünschte ebenfalls Erfolg zurück. Er würde es sicher gebrauchen, wenn er jetzt mit seinem Vater den Ausgang der Sitzung besprechen würde und noch mehr, wenn er sich an die Planung der Umsetzung diese großes Projektes machte. Doch Talli hatte keine Zweifel daran, dass Elijah seine Arbeit tadellos auführen würde. Leider war der Ausgang des Projektes nichtsdestotrotz ungewiss und konnte auch mit den größten Anstrengungen jeden Ausgang nehmen. "Wenn ich dir irgendwie helfen kann, sag gern Bescheid." Bot sie höflich, aber ehrlich ernsthaft gemeint an. Vieleicht würde sich ja etwas ergeben, bei dem sie tatsächlich hilfreich sein konnte. Und Meinung der anderen Ratsmitglieder hin oder her, Talli stand dem Projekt nicht ganz so verschlossen gegenüber und hoffte dies, mit diesem Angebot, zum Ausdruck bringen zu können, währedn sie ihm den gang des geäudes entlang nach draußen folgte. Das Strahlend er Sonne ließ Tallulah blinzeln, ehe sie sich daran gewöhnt hatte. Zwar war sie viel draußen unterwegs, vor allem bei ihren Ausflügen in den Untergrund. Allerdings war sie stets darauf bedacht sich von der Sonne bedeckt oder im Schatten aufzuhalten. Sie mochte ihre vornehme Blässe und wollte sie behalten, von der Hitz unter der direkten Sonneneinstrahlung mal abgesehen. Vor dem Eingang begrüßte sie Thales und wandte sich dann wieder Elijah zu. Noch mehr aufmunternde Worte würdern diesen bestimmt langsam stutzig machen, daher verzichtete Talli darauf. Sie hatte ihre meinung bereits zur genüge kundgetan. "Dann bis bald." Verabschiedete sie sich mit einem höflichen Kopfnicken und gestattete sich doch ein zartes Lächeln.







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