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Flynn

29, Männlich

  Unterschicht

Crimson Eyes Boss Untergrund WANTED! 1 Bronzestern 2 Bronzesterne 3 Bronzesterne

Beiträge: 63

Re: old scars that still burn

von Flynn am 20.08.2024 23:24

Feuer Icon
Flynn & Nolan

Flynn war eine bekannte Persönlichkeit im Rattlesnake Inn - dabei war er nicht einmal wirklich oft dort. Ganz anders als die Männer, die jeden Abend in Alkoholschwaden über der Theke hingen oder die Ladies, die jeden Abend einen anderen Gentleman in diesem wirklich außerordentlich edlen Etablissement ansprachen. Dennoch wusste das Phantom, dass der pickelige Barkeeper hinter der Bar sofort zu seinem Boss rennen würde, wenn er die Flügeltüren des Inns öffnen würde. Nachdem der Whiskey mit ihm durchgegangen war, hatte er den breitschultrigen Mann am Kragen gepackt und eine leichtfertige Drohung ausgesprochen, die er mittlerweile zu gern zurücknehmen würde. Jetzt konnte er sich nämlich denken, dass Flynn rote Tinte unter seine Haut gestochen hatte.
Seufzend aschte der sonst so kalkulierende junge Mann seine Zigarette ab und betrat die Holzdielen der Veranda, die unter seinen ledernen Stiefeln knarzten. Es war eine gute Weile her gewesen, seit er Nolan das letzte Mal gesehen hatte. Die Luft war angespannt zwischen ihnen gewesen. Nicht umsonst hatte er diesmal einen deutlich öffentlicheren Treffpunkt gewählt - hier würde sie jemand auseinanderzerren, falls die Provokationen doch Überhand gewinnen sollten. Die Gespräche mit seinem ehemaligen Vertrauten glichen nun vielmehr einem Balanceakt aus Provokation und Beschwichtigung. Nolan war der einzige Außenstehende, der kein tiefrotes Tattoo mit sich trug, der sich zusammenreimen konnte, wer hinter der Maske des Phantoms steckte. Und so gerne und oft Flynn dieses Wissen doch verdrängt, so kalt hatte die Angst vor dem, zu dem Nolan in der Lage war, sein Herz doch im Griff. 
Der angebliche Tagelöhner klopfte sich den Staub der Straße von den Fingern und öffnete die Türen zu dem Saloon schwungvoll. Prompt glitt sein scharfer Blick zur Bar - und tatsächlich. Der picklige Junge ließ den Whiskey, den er soeben gegossen hatte einfach so auf dem Tresen stehen und hopste hastig durch die Hintertür. Flynn rollte mit den Augen und stolzierte langsam an die Bar, um sich den soeben gegossenen Drink in den Rachen zu kippen. Vielleicht war das Rattlesnake Inn keine gute Idee gewesen - nach dieser Aktion von dem Barkeep konnte er unauffällig vergessen. Mit einem missmutigen Gesichtsausdruck ließ er das leere Glas stehen und lehnte sich für einige Sekunden an die Bar, um Nolan in der Menge ausfindig zu machen. Einige Sekunden gönnte er sich noch an der Bar - ein undurchdringliches Pokerface auf sein Gesicht gesetzt - bis er in langsamen, schweren Schritten zu dem Söldner mit dem Titel "Gunslinger" hinübertrottete und sich neben ihm auf einem der Stühle niederließ. Flynn schenkte dem anderen einen kalkulierenden Blick, ehe er langsam seine Militärspistole aus dem Holster zog und schwer auf dem Tisch ablegte - ein Friedensbeweis. Er hatte nicht die Absicht, dem Söldner etwas zu tun, solange dieser seine Zunge im Zaum hielt.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 20.08.2024 23:33.

Amunet

25, Weiblich

  Unterschicht

Söldner Oberwelt 1 Silberstern

Beiträge: 160

Re: Kleiner Rückzug im Mondschein ( Niwan & Amunet)

von Amunet am 20.08.2024 21:23

"Ich fand beide Wege interresant. Doch für das Leben eines Händlers müsste ich was anbieten können. Im ersten Moment würd mir auch garnichts einfallen was ich gut verkaufen könnte. Auch müsste ich wissen wo ich was verkaufen kann. Das Geld würde auch im ersten Moment fehlen um sowas aufbauen zu können...Als Sklavin kriegt man ja kein Geld. Als Söldnerin ist der Weg anders..Ich muss mich gut vorbereiten, auf vieles achten und gefasst sein. Auftraggeber finden und diese Aufträg annehmen. Wenn ich diese erledige kriege ich eine Belohnung. Mein Adoptiv-Vater zum Beispiel immer wieder ein paar Söldner beauftrag bestimmte Edelsteine zu besorgen. Daraus machte er dann Schmuck. Diese verkaufte er am ende. So war es ein kreis der immer in Bewegung war" Erzählte ich lächelnd. "ja" Kurz überrannten mich diese Erinnerungen neben den Fakt das ich preisgegeben hatte das ich einst mal in der Sklaveri drinnen steckte. Es waren Jahre gewesen die mir einiges gelehrt hatte. Mich als Händler vorzustellen ist dann auch noch etwas schwer..ich wüsste nicht mal was ich hier gut verkaufen könnte und wo auf dem großen Markplatz wüsste ich auch nicht. Außer Schmuck beim Adel zu verkaufen..doch mit denen will ich nichts zu tun haben

Nach diesen Worten kehrte für eine kurze Zeit die ruhe ein. Es war soweit still. Nicht so wie in einen Wald hörte man die Blätter der Bäume im Winde rascheln. Kein Bach durchbrach die stille mit sanften Rauschen. Keinen ruf einer Eule klang zwischen einigen Bäumen. Diese Stille konnte für den ein anderern mal beruhigend sein. Erst später würde man ein Gedanke um eine trügerische Sicherheit entwinkeln. Mit Niwan an meiner Seite fürs erste konnte ich mich in einer Sicherheit wiegen. Zumindest vom Gefühl her. Der Kopf sprach anders. Ich hoffte das die Worte über die Sklaverei für den Mann niemals als Waffe genutzt werden konnte.  Langsam bekam ich das Gefühl das auch er in Gedanken versunken war und er etwas Zeit braucht um aus diesen sich zu lösen. 
"Das hört sich beinahe an als hättest du auch ab und an mal Probleme mit Männern" Sagte ich ruhig. Wissend das er es auch nicht leicht haben musste mit diesen Satzt wurde mein Blick weicher. Das Misstrauen verschwand langsam gänzlich. "Da hoffe ich doch das du nicht zu sehr in manchen Scheiß fällst" Sagte ich etwas tröstend. Solche Worte von mir selbst zu hören waren kaum etwas normales für mich gewesen. Doch sie waren Ehrlich gemeint. 

"Na dann.." Kaum ohne ein zögern hackte ich mich bei den Mann ein. Nur konnte es auf Fremde die die Situation nicht kannten auch gänzlich anders Verstanden werden. Dies war in diesen Moment völlig egal. s fühlte sich an als würde mein Herz einen kleinen Freudensprung machen das ich solch eine nähe zuließ

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Niwan
Gelöschter Benutzer

Re: Kleiner Rückzug im Mondschein ( Niwan & Amunet)

von Niwan am 20.08.2024 20:46

"Wenn du als Tochter einer Händlerin gelebt hast, wie kommt es, dass du dich dafür entschieden hast Södnerin zu werden anstelle ebenfalls Händlerin?", fragte er nach, ohne allzu aufdringlich sein zu wollen. Ihn interessierte es, denn nach wie vor war Wissen macht. Aber er könnte auch sehr gut damit leben, sollte Amunet sagen, dass sie ihm das nicht erzählen wolllte. Er war nicht auf das Wissen angewiesen, es war zwar spannend und sicher alles andere als schlecht zu wissen, aber es war nicht so als würde sein Leben davon abhängen. "Ist das auch der Grund, warum du nun nicht mehr so lebst? Weil du nun selber Söldnerin bist?", hakte er dennoch nach. Durch die zusätzliche Frage würde sie vielleicht vergessen, dass Niwan noch immer ein Fremder war, denn man nun wirklich nicht alles erzählen musste. Doch Niwan fand auch, dass es eine nette Abwechslung war, zumal er heute ohnehin nichts mehr vor hatte, keine Termine, keine Pläne, wodurch ein kleines nettes Pläuschchen mit Amunet gut in seinen Zeitplan passte. 

Der Gesichtsausdruck verdunkelte sich für einige Momente bei Niwan. Es war als würde er nur zu gut nach vollziehen können, wovon Amunet da redete. Schnell war der Gesichtsausdruck wieder verschwuden, der ein Indiz auf seine Vergangenheit gegeben hatte. Denn in der Tat wusste Niwan nur zu gut, wovon die Frau sprach. Ihm war sicherlich bewusst, dass es für eine Dame noch weitaus schlimmer sein musste, aber selbst er hatte schon genügend Erfahrungen sammeln müssen. Er war schließlich schmal, zierlich, einige hatten ihn als hübsch, niedlich und attraktiv bezeichnet. Natürlich lag dies immer im Auge des Betrachters aber man konnte nicht abstreiten dass er etwas androgynes an sich hatte. Nicht dass Niwan das störte, er mochte sein Aussehen, größtenteils zumindest, aber viele Männer nutzen es aus, ließen an ihm den Frust aus, wenn es mit der Angebeteten doch nicht geklappt hatte. Nur zu oft hatte er schon als Spielzeug herhalten müssen. Er hasste diese Erinnerungen und doch war das noch immer nicht das schlimmste, was er in diesem Bereich hatte erleben müssen. 

Es war eine kurze Stille entstanden, weil Niwan sich in seinen eigenen Gedanken abgehängt hatte, bis er sich wieder zurück in die Realität gerufen hatte. Er nickte zustimmend. "Manche Männer sind Schweine und ehrlicherweise schäme ich mich da regelmäßig für mein Geschlecht." Ein leises Seufzen entkam ihm, ehe er wieder leicht lächelte und mit der Frage, ob Amunet Hilfe brauchte wieder etwas vom Thema ablenkte. 

 Als Amunet erwähnte, dass sie keine Last sein wollte, schüttelte er den Kopf. "Aber nicht doch, du bist keine Last! Sonst würde ich dir das auch nicht anbieten. Fühle dich zu nichts gezwunen, nur brauchst du meine Angebote nicht aus falscher Bescheidenheit ablehnen.", erwiderte er ihr in einem ruhigen Ton.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 20.08.2024 20:50.

Niwan
Gelöschter Benutzer

Re: A helping hand from above | Tallulah & Niwan

von Niwan am 20.08.2024 16:09

Niwan bekam kaum noch mit, was um ihn herum geschah. Er versuchte sich vollends auf seine Atmung zu konzentrieren. Er hatte mal gehört, dass man Schmerz wegatmen konnte und der Schmerz würde bestimmt allgemein schwächer werden, wenn man sich auf was anderes konzentrierte. Nicht, dass er wirklich glaubte, dass diese Dinge funktionieren würden, doch was für eine Wahl hatte er als es dennoch auszuprobieren? Er saß mitten im Dreck, in einer schäbigen und gefährlichen Gegend, unfähig, sich wirklich weg zu bewegen. Er schloß die Augen und dachte nur noch über seine Atmung und seinen Herzschlag noch. Doch wirklich besser ging es ihm dadurch nicht, ein jeder Atemzug schmerzte... Kein Wunder, er hatte auch eine Schläge gegen den Brustkorb abbekommen, er konnte froh sein, wenn keine Rippe geprellt war... Am liebsten hätte er geflucht, sich über den Schmerz aufgeregt, aber selbst dafür hatte er nicht mehr die Kraft. 

Als er plötzlich eine Stimme in unmittelbarer Nähe hörte, riss er sofort seine Augen auf. Anfangs erkannte er nur verschwommen die Umrisse von Tallulah, brauchte er einige Momente des Blinzelns bis er dazu in der Lage war, die Gestalt anständig zu erkennen. Erst als er realisierte, dass ein Mensch vor ihm stand, wurde ihm wieder klar, in was für einer Gefahr er sich befand. Mit der einen Hand noch immer den Bauch haltend, versucht er sich mit der anderen Hand am Boden genügend Stabilität zu geben, um aufstehen zu können. Doch allein der Versuch, sich mit dem Gewicht auf den Arm zu stützen, sorgte dafür, dass eine erneute Welle des Schmerzes durch den Körper von Niwan zog, was ihn stark zusammenzucken ließ. Auch kniff er kurz vor Schmerz die Augen zusammen. Nun besser wissend, dass er hier alleine ganz sicher nicht weg kam, eine Flucht ausgeschlossen war, er sich dem hingeben musste, was die Person vor ihm vorhatte, ging er auf das Gesagte ein.  "Ach was...", gab er patzig von sich. "Das hast du Sherlock wirklich gut kombiniert."Erst jetzt musterte er die Frau vor sich genauer. Dadurch, dass sie gut eingehüllt war in ihrem Mantel, konnte er nicht viel zu ihr sagen, außer dass sie recht mysteriös wirkte. Ob sie gute oder böse Absichten ihm Gegenüber hatte, konnte er nicht sagen. Da würde er abwarten müssen. "Kann ich dir denn behilfich sein?", fragte er mit einem ironischen Unterton. Wenn Niwan schmerzen verspürte, dann kam oftmals seine wahre Seite heraus, die, die nicht bloß nett, freundlich und niedlich war, weil man es von ihm erwartete und er damit besser durchkam. Er hatte in Momenten wie diesen nicht wirklich die Kraft seine Fassade noch weiter aufrecht zu erhalten. 

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Niwan
Gelöschter Benutzer

Re: Dinnertime | Nolan & Niwan

von Niwan am 20.08.2024 15:56

Zwar war Niwan aufmerksam, aber nicht aufmerksam genug um zu merken, dass sein Vordermann Wind davon bekommen hatte, dass man ihn beobachtete. Dabei gab sich Niwan große Mühe unauffällig zu sein, wirkte es von außen so, als würde er wirklich nur zufällig in dieselbe Richtung schlendern, wie der Mann, den er sich als Beuteziel ausgesucht hatte. Auch gab der Mann keinerlei Anzeichen, dass er aufgeflogen war, verhielt er sich unnauffällig, was Niwan in seinem Glauben bestärkte, dass der Fremde ihn nicht bemerkt hatte. Als dieser zu einem Stand ging und dort stehen blieb, lief er dicht an den Mann vorbei, griff beiläufig nach dem Beutel und zog einmal fest, um ihn von dem Gürtel abreißen zukönnen. Im selben  Moment rammte er den Mann mit seiner Schulter, um ihn von der Berührung am Gürtel abzulenken. In einer schnellen geschickten Bewegung hatte der den kleinen Beutel hinter seinen Rücken veschwinden lassen. Sofort hob er beschwichtigend die Hände, nachdem er stolpernd zum Stehen gekommen war und sah den Größeren mit vor Schock geweiteten Augen an. "Verzeihung! Ich habe nicht aufgepasst, wo ich lang gegangen bin.", begann Niwan direkt sich zu entschuldigen. Er wollte es so aussehen lassen, als hätte er den anderen nur versehentlich angerempelt, wollte mit aller Kraft die Aufmerksamkeit fern von dem Beutel des Fremden halten, damit diesem erst auffiel, dass sein Essen verschwunden war, wenn Niwan schon weit genug war, als dass er ihm noch etwas anhaben könnte. "Entschuldigen Sie noch mal vielmals!", sagte er, verneigte sich dabei auch leicht vor dem anderen, um ihn die Aufrichtigkeit seiner Entschuldigung zu beweisen. Im selben Atemzug began er schon langsam kleine Schritte nach hinten zu machen, während er mit den Augen versuchte die Reaktion im Geischt des Mannes abzulesen. Konnte er gehen? Würde man ihm die Entschuldigung einfach abkaufen? Oder wäre der Mann sehr verärgert, dass man ihn angerempelt hatte? Oder hatte er gar bemerkt, dass man ihn beklaut hatte? Nein, letzteres konnte nicht sein. Niwan  hatte sich subtil verhalten und den Verdacht sofort abgelenkt. 

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Nolan
Administrator

32, Männlich

  Mittelschicht

Söldner Oberwelt 1 Bronzestern

Beiträge: 23

Re: Dinnertime | Nolan & Niwan

von Nolan am 20.08.2024 13:28

Die Arme hatte Nolan vor der Brust verschränkt, als er den Blick seines Gegenübers konterte. Der Verkäufer starrte ihm kühl entgegen, so einfach würde er sich wohl nicht beirren lassen. Der Söldner kräuselte missbilligend dir Lippen. "350 Taler? Du hast wohl den Verstand verloren." Der Händler zuckte nur mit den Schultern und lies seinen gierigen Blick erneut über die beiden Waffen an Nolans Gürtel wandern "350 Taler, oder einen der Revolver. Für die schäbigen Dinger ist das ein guter Deal, nicht?" Abwehrend legte der schwarzhaarige seine Hände über die Griffe. "Das klingt nach einen verdammt miesen Angebot", erwiderte er missmutig und richtete seinen Blick anschließend erneut auf die kleine, halb geöffnete Schachtel, in der sich die angebliche Celestium Munition befand. Das weißlich schimmernde Metall hatte seine Aufmerksamkeit sofort auf sich gezogen, hier im Untergrund hatte Nolan eigentlich auf einen günstigeren Preis gehofft, denn das Erz war natürlich nicht ersteigert, sondern gestohlen worden. Unglücklicherweise stellte sich der Vertreiber besagten Guts jedoch als besonders gierig heraus. Nolan schnaubte abfällig, "ich verzichte", kopfschüttelnd wandte er sich zum Gehen ab - wer wusste schon, ob es sich überhaupt um reines Celestium handelte. "Schön...330!" Rief ihm der Händler noch nach, doch der Söldner winkte nur kopfschüttelnd ab.
Eigentlich hielt Nolan nach nichts bestimmten Ausschau, da es ihm ohnehin in den Untergrund verschlagen hatte, hatte der Söldner beschlossen, sich nach ein paar lukrativen Angebot auf dem Markt umzusehen. Was da anging, schien heute aber nicht wirklich sein Glückstag zu sein. Aus einem kleinen Beutel, der an seinen Gürtel befestigt war, holte Nolan getrocknetes Fleisch hervor, welches er sich Häppchen Weise in Streifen geschnitten hatte - ein wenig Essen konnte er wirklich vertragen. Das sein Mittagessen die Augen eines kleinen hungrigen Diebes auf sich zog, ahnte der Söldner nicht. Nach der kurzen Pause begann sich der groß gewachsene Mann schließlich weiter durch die Menge zu bewegen. Zunächst fiel ihm nichts auf, doch Nolan war nicht naiv. Er wusste ganz genau wie viele verarmte Menschen in der Not zu Dieben wurden, immerhin war es ihm eine Zeit lang nicht anders gegangen. Als er daher bemerkte, wie ihm ein Augenpaar stets zu verfolgen schien, wurde der Söldner misstrauisch. Zunächst ließ er sich allerdings nichts anmerken, stattdessen lief er weiter und hielt schließlich an einen der Stände, um die Ware zu begutachten.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 20.08.2024 13:30.

Amunet

25, Weiblich

  Unterschicht

Söldner Oberwelt 1 Silberstern

Beiträge: 160

Re: Kleiner Rückzug im Mondschein ( Niwan & Amunet)

von Amunet am 20.08.2024 12:53

Ich bemerkte kaum was um uns herum geschah. Ich konnte vieles um mich herum ausblenden wenn ich auf eine Sache fokussiert war. Einst hatte ich gelernt damit gewisse Schmerzen zu lindern. Vorstellungen zu haben ich sei gänzlich woanders. Zum kleinsten Teil hatte dies auch helfen können. Der Körper war am ende mit Reaktionen da gewesen die die Wellen an Schmerzen in meinen Kopf tanzen ließ. Viele Leute liefen auch nicht in der Gegend herum, die Nacht brachte die Müdigkeit mit und schickte fast jeden in ihre Betten damit diese vom Schlaf umhüllt werden konnten. Nur wenige fanden keinen Schlaf und verließen das Haus.

 

"Ja.. vielleicht liegt es daran das ich einige Jahre bei einen Händler als Tochter lebte, dieses Leben in vollen Maße liebte und die Freiheit wieder haben wollte. Vor allem kamen immer wieder Söldner vorbei. Brachten Edelsteine und so mit" Sagte ich schmunzelnd "Anderes könnte ich mir das nicht vorstellen. Vor diesen Leben bei den Händler war es die reinste Folter gewesen jeden Tag zu leben. Von dieser Zeit hätte ich sowas kaum bekommen" Fügte ich hinzu und lauschte dann seinen Worten.
Er hatte recht. Nicht jeder bekam durch diese Jahre einen starken Überlebenswillen. Die meisten wollte das Ende haben. Mit der Erde eins werden. Im nächsten Leben wenn es den eines gab in ruhe Leben können und all diese Tage und Taten für immer vergessen. Vielleicht hatte auch etwas in meinen Herzen gewusst wo ich gut leben konnte. Hilfe bekäme und aufblühen konnte. Ohne das ich es selber wusste.

"Eine Verletzung reicht schon aus um bei vielen Männer eine art Beute zu werden..selbst wenn man nichts besitzt oder kaum etwas was sich für diese nicht lohnt..Sie hätten am Körper gefallen gefunden " Sagte ich etwas leiser. "Selbst bei Frauen hätte sowas kommen was aber eher seltener vorkommt" Seine ehrliche Art in diesen Momet tat gut und es konnte das Herz angenehm wärmen "Es geht halbwegs. Es ist zwar ein seltamer Schmerz, aber ich will auch keine große Last fur dich sein" Sagte. Ruhig. Es war nicht nur das. Solch eine nähe war ich nicht gewöhnt. Mein Herz würde alleine bei diesen Gedanken rasen.. Nur nicht aus Angst.

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Tallulah

20, Weiblich

  Oberschicht

Die Elite Mitglied Oberwelt 1 Bronzestern 2 Bronzesterne

Beiträge: 71

Re: A helping hand from above | Tallulah & Niwan

von Tallulah am 20.08.2024 11:01

Der Tag war bisher ruhig bis erfreulich gewesen. Entweder es war halt nichts passiert oder nur angenehme Sachen. Was auch nicht zwingend der Fall sein musste, wenn sie sich in den Untergrund begab. Zwar hatte sie hier erledigen können, was sie wollte, jedoch war sie sich der immer währenden Gefahr dieses Ortes bewusst. Nicht dass man sie hätte fangen können, denn im Laufen machte ihr keiner was vor. Jedoch musste sie dafür natürlich erst einmal die Chance bekommen. Also hieß es bis dahin unauffällig bleiben. Und in ihrer Verkleidung erkannte sie sowieso niemand. Schon gar nicht, da niemand hier, ihre Identität sicher kannte. Ihren Namen sicher, das war der Hacken, wenn man zu einer der einflussreichsten Familien der Stadt gehörte und vieleicht hatte der eine oder andere auch eine grobe Beschreibung ihres Äußeren gehört. Jedoch ließ sich dieses schwer mit dem Umhangverhüllten Mädchen in Einklang bringen, das einem vieleicht gegenüber stand. Trotzdem ließ Talli höchste Aufmerksamkeit walten, wenn sie hier herum ging. Und genau dank dieser bemerkte sie auch die Blutstreifen an den Hauswänden. Da hier vermutlich ein tagtäglicher Anblick, kümmerte sich von den umherstehenden und gehenden Menschen niemand groß darum. Vieleicht würde es später jemand sauber machen, Vieleicht nicht. Auch das schien der Bevölkerung hier wenig wichtig. Da es für das Mädchen aus der Oberschicht allerdings ein unbekannter Anblick war folgte sie der Spur, die sich einige Häuser weit zog und schließlich einem Körper, der sich an die hanswand anlehnend kaum zu Bewegen schien, endete. In sicherer Entfernung, in der niemand im Vorbeigehen hätte sagen können, ob sie dem bereits Gewahr geworden war oder nicht, um nicht mit irgendetwas in Verbindung gebracht zu werden, beobachtete sie die Situation. Ob sich, vermutlich ein Mann, noch bewegte vermochte sie mit diesem Abstand nicht zu sagen. Auch das schien allerdings die anderen Leute hier nicht zu stören. Niemand nahm Notiz. Und viel wichtiger, niemand schien es mehr auf ihn abgesehen zu haben. Zumindest musste Talli anhand der Blutspur schließen, dass er schwer verletzt war und sich diese Wunden vermutlich nicht selbst zugefügt hatte. Vorsicht war also geboten, falls die Angreifer noch in der Nähe waren. Als nach einigen Minuten immer noch nichts passiert war, wagte sich Talli näher heran. und war schließlich so nah, dass sie die leichten Atembewegungen seines Oberkörpers bemerken konnte. Er lebte also tatsächlich noch. Mit einem Seufzer gab sie sich einen Ruck und eilte unaufälig an seine Seite. Vermutlich würde man sie für einen Grabräuber halten, aber wenn es niemanden störte, was solls. Tallulah hockte sich neben dem jungen Mann. "Du bist verletzt." Stellte sie vollkommen neutral und mit sachlich kühler Stimme fest. Fragen war nicht notwendig, es war offensichtlich.

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Niwan
Gelöschter Benutzer

A helping hand from above | Tallulah & Niwan

von Niwan am 20.08.2024 08:17

Schwerfällig ging Niwan die dreckigen Gassen entlang. Mit einer blutverschmierten Hand stützte er sich an den staubigen Wänden ab. Mühselig tat er einen Schritt nach den anderen. Er musste es zu seiner Unterkunft schaffen. Es war auch gar nicht mehr so weit, bis dorthin, doch jeder Schritt, der dafür nötig war, war einer zu viel. Der kurze Weg kam ihm vor, als müsste er einen Marathon laufen... Immer weiter sackte er beim Gehen, oder wohl eher schleichen, zusammen. Er näherte sich immer weiter mit dem Oberkörper dem Boden, während er mit seiner freien Hand, sein einst weißes Tuch auf eine Wunde an seinem seitlichen Bauch drückte. Schwerfällig, ob er seinen Blick an, sah nach oben, um zu sehen, wie weit es noch war. Doch noch immer war er zu weit weg, als dass er seine Unterkunft entdecken konnte. Er zwang sich einen Schritt nachdem anderen zumachen, wobei es mittlerweile Minuten dauerte, nur um wenige Meter voran zu kommen.

Irgendwann konnte Niwan sich nicht mehr aufrecht halten, stolperte er über seine eigenen Füße, wodurch er zu Boden fiel. Scharf zog er die Luft an vor Schmerzen. Sein letzter Raubzug war alles andere als erfolgreich. Er hatte ein paar Typen nur ihre Taler klauen wollen, aber er war zu voreilig gewesen, hatte nicht gesehen, wie stark die Männer wirklich bewaffnet waren und dass sie ihn frühzeitig bemerkt hatten. So kam es wie es kommen musste, anstatt sich ein paar Taler musste Niwan etliche Schläge und Tritte von dieser Truppe einstecken. Zu allem Überfluss hatte einer noch seine Knarre gezogen, was für Niwans Glück nur in einem Streifschuss am Bein endete. Keine tödliche Verletzung, aber verdammt schmerzhaft.

Nachdem er zu Boden gefallen, blieb er für einige Momente regungslos liegen. Er wollte sich einfach nicht mehr bewegen, denn eine jede Bewegung war mit starkem Schmerz verbunden. Ihm war es dabei egal, dass er mit seinem Gesicht mitten im Dreck lag, die blonden Haare mittlerweile voller Staub waren. Doch er wusste, dass er so nicht liegen bleiben konnte. So stemmte er sich langsam, qualvoll langsam seinen Oberkörper hoch. Erst als er es geschafft hatte sich aufzusetzen, sich mit dem Oberkörper gegen die Wand zu lehnen, blieb er erschöpft, mit vor Schmerz verzogenem Gesicht und schwer atmend sitzen, bewegte sich keinen Millimeter. Nur sein Brustkorb hob und sank langsam.

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Niwan
Gelöschter Benutzer

Re: Kleiner Rückzug im Mondschein ( Niwan & Amunet)

von Niwan am 20.08.2024 07:46

Niwan merkte gar nicht, wie sich Amunet  immer mehr innerlich entspannte. Zwar hatte er keine besonders schlechte Menschenkenntnis, doch reichte sie nun auch wieder nicht dafür aus um diese kleinen Unterschiede an der Dame vor ihr auszumachen. Wenn er sie eines Tages vielleicht mal besser kennen sollte, so würde er diese Unterschiede vielleicht wahrnehmen können, doch heute ganz sicher nicht. Wobei er gerne gewusst hätte, dass sie sich entspannte, ihm ein Stück weit immer mehr vertraute, denn es war doch wichtig zu wissen, wer einem traute und wer nicht. Im wilden Westen konnte das eigene Überleben davon abhängen. 

Aufmerksam hörte er ihr zu, als sie begann weiter zu erzählen. Es schien niemand hier zu merken, dass Amunet immer mehr von sich preis gab, während die Dame so gut wie nichts über Niwan wusste. Ihm gefiel das, so hatte er seine Gespräche am liebste. Je mysteriöser er blieb, desto besser. "Es wirkt mir als hättest du einen sehr starken Überlebenswillen. Mir würden einige einfallen, die sich stattdessen einen anderen Ausweg gewählt hätten." Niwan sprach bewusst nicht direkt aus, welchen Weg er meinte, da er nicht wusste wie Amunet auf solch ein dunkles Thema reagieren würde, wie es eins war, an das er gerade dachte. Es wäre auf jeden Fall der letzte Weg, den die Menschen dann gegagen wären. Verständnisvoll nickte der Mann. Er würde wohl auch lieber in Einsamkeit aber dafür frei und vielleicht auch ein Stück weit sicherer leben wollen. Vermutlich hätte er in manchen Punkten gar nicht so anders agiert als Amunet. "Also bist du selbst eine Söldernin?", fragte er beiläufig nach, wollte damit sicherstellen, dass er den richtigen Schluss aus ihren Erzählungen gezogen hatte. 

Ein kleines Lächeln blieb zurück als Amunet das Wort erhob. "Ohne das böse zu meinen, aber ich glaube sonderlich viel zu holen gibt es nicht, wenn du an solch einem Ort, mitten in der Nacht verwundet umherwanderst.", gab er diesmal erstaunlich ehrlich von sich. Vielleicht ein bisschen zu ehrlich, als das es noch gut für ihn war, doch das Risiko ging der Mann ein, konnte er ohnehin nicht mehr zurück. Sobald Amunet sich in Bewegung setzte folgte er der Frau. "Geht's?", fragte er und bot im selben Moment seinen Arm an, damit sie sich einhaken und so bei ihm abstützen konnte, sollte der Schmerz doch zu groß sein. 

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